Meine Entscheidung steht fest. Ich orientiere mich um. Gründe mein eigenes Start-up. Im Drogen-Business. Denn ich weiß nun, worauf es ankommt. Woher ich beziehe. Wen ich dafür benötige. Wie ich das Zeug über Grenzen bekomme. Und es euch verkaufe. An alle Pablo Escobars und El Chapos da draußen! Haltet euch fest, jetzt komme ich!

Oder doch nicht? Vielmehr beschäftigt sich der Wirtschaftsjournalist Tom Wainwright damit, wie sehr Drogenkartelle wirtschaftlichen Unternehmen ähneln. Human Resources, eine Supply Chain oder Public Affairs, da wie dort von essentieller Bedeutung. Dieselben Prinzipien, nur andere Spielregeln. Moralisch fragwürdig und geprägt von Brutalität.

Darüber hinaus gibt der als Korrespondent nach Mexiko ausgewanderte Autor Empfehlungen zur nachhaltigen Einschränkung illegaler Drogenmachenschaften. Ob mittels Gefängnisarbeit, oder systematischer Cannabis-Legalisierung. Untermauert durch Best Practices diverser Länder. Und nicht auf Kosten südamerikanischer Bauern.

Die Geburt meiner kleinen Bücherpassion bedurfte also den Fortschritt meines Alters. Lesen als Methode der Pflege von Gehirn und Geist. Als Form der Weiterbildung und Entspannung. Als Bescherung eines Gefühls der Genugtuung. Wort für Wort. Seite für Seite. Kapitel für Kapitel. Bis hin zu einem vollendeten Werk. Das man fest in den Händen hält.

Es war einmal ein besonderer Ort im Herzen Wiens. Ein prunkvoll gestaltetes Kellerareal, dessen gegenwärtiger Zweck im Hinblick auf das Erscheinungsbild der Lokalität ziemlich befremdet wirkt. Ein Schuhgeschäft. Im edlen Mantel eines nächtlichen Vergnügungsortes. Ob blinkendes Bunt-, oder simples Rotlicht, sei dahingestellt.

Fakt ist, dieser Ort verbirgt besohlte Schätze in einer unvorstellbaren Variation. Zum Teil längst totgeglaubte Stücke. Dreien konnte ich auf Anhieb nicht widerstehen. Seitdem zieren sie meine Füße und ziehen straßenseitig bewundernde Blicke auf sich. Mich. Und beweisen Schritt für Schritt, dass wahre Coolness viel besser hypelos funktioniert.

Es bedarf keiner limitierten Edition und schon gar keinem Modell aus dem Standard-Repertoire eines Mainstream-Roboters. Es reichen Individualität und Kreativität. Mit einer kleinen Portion Egoismus. Denn mit großer Sorgfalt bewahre ich meine Individualität und beende eine Schuhgeschichte, die wie ein Schuhmärchen klingen mag.

Ich krieg von dir niemals genug.
Du bist in jedem Atemzug.
Alles dreht sich nur um dich.
Warum ausgerechnet ich?
Zähl die Stunden, die Sekunden,
doch die Zeit schein still zu stehen.
Hab mich geschunden, gewunden,
lass mich gehen.
Was willst du noch?
Willst du meine Tage zählen?
Warum musst du mich
mit meiner Sehnsucht quälen?
Deine Hölle brennt in mir.
Du bist mein Überlebenselixier.
Ich bin zerrissen.
Wann kommst du meine Wunden küssen?
Out of the dark.
Hörst du die Stimme, die dir sagt.
Into the light.
I give up and close my eyes.
Out of the dark.
Hörst du die Stimme, die dir sagt.
Into the light.
I give up and you waste your tears.
To the night.
Ich bin bereit,
denn es ist Zeit.
Für unseren Pakt über die Ewigkeit.
Du bist schon da, ganz nah.
Ich kann dich spüren.
Lass mich verführen.
Lass mich entführen.
Heute Nacht zum letzten Mal
ergeben deiner Macht.
Reich mir die Hand, mein Leben.
Nenn mir den Preis.
Ich schenk dir Gestern, Heut und Morgen.
Dann schließt sich der Kreis.
Kein Weg zurück.
Das weiße Licht rückt näher
Stück für Stück.
Will mich ergeben.
Muss ich denn sterben,
um zu leben?
Out of the dark.
Hörst du die Stimme, die dir sagt.
Into the light.
I give up and close my eyes.
Out of the dark.
Hörst du die Stimme, die dir sagt.
Into the light.
I give up and you waste your tears.
To the night.
Out of the dark.
Hörst du die Stimme, die dir sagt.
Into the light.
I give up and close my eyes.
Out of the dark.
Hörst du die Stimme, die dir sagt.
Into the light.
I give up and you waste your tears.
To the night.

(Falco)

7. September 2018. Robbert van de Corput wendet sich an die Welt. An seine Fans. Und an all jene, denen er unter dem Synonym Hardwell bekannt ist. Er drückte die Standby-Taste. Das ist die Botschaft, die er verkünden möchte. Keine weiteren Auftritte, Ziele, Interviews, Deadlines. Auf unbestimmte Zeit. Weg von der großen Bühne.

Hardwells Tourplan endete gestern. Bis zu drei Auftritte pro Nacht in drei verschiedenen Ländern. Ein krankes Programm, das er Jahre durchzog. Nebenbei kreierte und produzierte er, „alterte in dreifacher Geschwindigkeit“. Ein mörderisches Tempo. Umschrieben als „eine niemals endende Achterbahnfahrt“. Die nun doch endet. Im Guten.

Derartige Reisen nehmen nicht immer ein gutes Ende. Tim Bergling opferte unlängst sein junges Leben. Ein alarmierendes Beispiel. Hardwell möchte nun jedenfalls Robbert sein. Zeit mit seiner Familie und Freunden verbringen. Aber weiter Musik machen. Um sich auszudrücken. Und um mit uns, seinen Fans, verbunden zu bleiben.

Zurückschrauben. Auch ich versuche das seit einiger Zeit. Die Eliminierung meines Publikationsrhythmus wirkte sich qualitätssteigernd aus. Auf mein Leben und die von mir hier kreierten Inhalte. Denn Druck auf mich selbst ist unnötig. Macht auf Dauer kaputt. Die wahren und schönen Dinge des Leben gehen mehr und mehr verloren.



Michael Jordan gilt mindestens als einer der besten Basketballspieler aller Zeiten. Seine eindrucksvolle NBA-Karriere begann im Jahr 1984. Von da an bekam er eigens für ihn designtes Schuhwerk. Direkt vom Hersteller. Die legendären Air Jordans. Zeitlos. Brandheiß. Und meine größte Schwachstelle.

Platz drei meiner ewigen Bestenliste geht an den Air Jordan 4 Bred. Letzteres bezieht sich auf die Farbgebung und steht für black und red. Der Schuh stammt aus 1989, das Design von Tinker Hatfield. Neben der Silhouette des Vierers begeistert mich speziell am Bred das Obermaterial aus feinem Nubuk.

Silber verdient sich der Air Jordan 1 Royal. 1984 geboren. Wie ich. Ein Altersgenosse. Womöglich erklärt diese Verbindung meine Verbundenheit zu Einser-Jordans. Unzählige Colorways tummeln sich in meinem Regal. Die schwarz-königsblaue Variante sticht dennoch heraus. Königlich schönes Design von Peter Moore.

Am Thron verweilt aber der Air Jordan 3 Black Cement. Tinker Hatfields erstes Baby, das 1988 das Licht der Welt erblickte. Dreier stellen für mich das Air-Jordan-Sinnbild schlechthin dar. Und als schwarz-zementgraue Variante nicht nur unschlagbar, sondern auch unwiderstehlich. Der schönste Jordan aller Zeiten.