Eine dunkle Welt der Fantasie, finster wie die Nacht, aus der sie nie erwachen zu scheint. Eine düstere Stadt, die so mancher, darin ihr Unwesen treibender Gestalt, nur wenig an Skurrilität nachstehen mag. Ein finsterer Ort, an dem ein noch finsterer, sich durch Hochhausschluchten schwingender, maskierter Held, Schurken das Handwerk legt.

Ein sportliches Kleidungsstück in nächtlichem Schwarz. Schimmernd verziert mit hochhausstählernem Silber. Parallelen zu Gotham, die das Jersey zu meiner individuellen Bühne machen. Als Möglichkeit, aufzufallen. Mich abzugrenzen. Um dennoch Anschluss zu erhalten. An diese dunkle Stadt. Nicht existent und doch so nah. Der Kreis schließt sich.

Ein Gedankenspiel der Magie. Symbolisiert durch eine magische Zahl. Sieben. Sie verzaubert mich. Macht mich zum Helden. Ohne Umhang und Fledermausmaske. Aber mit Glück. Gepaart mit Freude über ein schlichtes Design, dessen Farbkombination an die Tür der Perfektion klopft. Und Freude über einen von mir getragenen Schriftzug. Nur von mir.

„I knew deep inside, baby girl would always be mine. So if you ever need me, call, I’ll be there through it all. You’re the reason I can stand tall, me and my girlfriend. All I need in this life of sin, is me and my girlfriend. Down to ride to the bloody end, just me and my girlfriend.“ Makaveli rapt mir aus der Seele.

Wer? Auch, oder besser bekannt als Tupac Shakur. Die Inspiration für diesen Künstlernamen holte sich der Rapper im Knast. Von Niccolò Machiavelli, seines Zeichens italienischer Philosoph. Jedoch nicht in einer Doppelzelle. Vielmehr durch dessen Werke, mit denen sich Tupac hinter Gittern die Zeit vertrieb.

Im November 1996 erschien The Don Killuminati: The 7 Day Theory. Zwei Monate nach Tupacs Tod. Das letzte Album, das zu seinen Lebzeiten produziert wurde. Es bleibt diese Kraft, diese Energie, diese Leidenschaft, dieses Herz. In dieser Stimme. Sie ist magisch. Vermittelt mir Fröhlichkeit. Pure Euphorie.



Wir befinden uns aktuell im jährlichen Niemandsland. Der Kalender begann unlängst von vorne, das Wetter zieht eine grässlich graue Dauerfratze mit dem noch weniger schönen Nebeneffekt der klirrenden Kälte. Die guten alten Zeiten, in denen ich Samstagnachts noch in der Lage war, mir den Winter schön und dessen schnelleres Ende herbei zu saufen, sind lange Geschichte.

Heutzutage rede ich mir ein, der Fortdauer dieser tristen Jahreszeit mit farblichen Elementen entgegenwirken zu können und trage teils knallige Holzfällerhemden. Die Wahrheit liegt wohl eher an der wärmenden Funktionalität dieser filzigen Teile, deren feinerer und/oder kleinkarierter und/oder Slim-Fit-Verwandtschaft ich als passionierter Antibügler absolut nichts abgewinnen kann.

Darüber hinaus vergewaltige ich meine Fersen mit Boots. Zumindest im berühmt-berüchtigten Wiener Gatsch, der weißem Schnee entspringt und diese Zeit des Jahres noch schrecklicher macht. So, dass ich ab und zu sogar zur Haube greife. Lange verbot mir dies meine Eitelkeit. Doch die Frise hält auf wundersame Weise. Hinzu gesellt sich eine Jeans. Und Jacke nicht vergessen. Wie ich im visuellen Anschluss.

Flat Eric. Ende der Neunziger ein Star. Weltbekannt. Den Ruhm erlangte die gelbe Stoffpuppe mit coolen Auftritten in diversen TV-Spots eines Jeansherstellers und in einer Reihe von Musikvideos aus dem Genre der elektronischen Tanzmusik. Jeder kannte Flat. Und jeder liebte Flat.

Es folgte ein Absturz in die Belanglosigkeit. Die Kehrseite der Berühmtheit machte auch vor Flat Eric keinen Halt. Schonungslos bekam er die volle Breitseite zu spüren. Plötzlich war er von der Bildfläche verschwunden. Und kein Schwein schien sich daran zu stören. Armer Kerl.

Gut ein Jahrzehnt später der Versuch seines damaligen Förderers, ihn mittels neuem Album zu alter Popularität zu verhelfen. Es blieb beim Versuch. Die Tür zur großen Weltbühne schien für Flat verschlossen zu bleiben. Zurück in die Belanglosigkeit. Er lernte zu akzeptieren.

Über das Internet entstand der Kontakt zu mir. Zurückgezogen lebte er mittlerweile in England, die Vergangenheit drohte ihn aber einzuholen, ein Tapetenwechsel war dringend notwendig. Er tat mir leid. 2018 holte ich ihn schließlich nach Wien. Wir gründeten eine WG.

Aus Mitbewohnern entwickelten sich Freunde. Flat fühlt sich pudelwohl in seiner neuen Heimat. Spaß steht an erster Stelle, so lassen sich die bösen Geister der Vergangenheit besiegen. Das Leben sollte eben nicht immer allzu ernst genommen werden. Wie auch Teile dieses Inhalts.

Loyalität. Eine Haltung, die auf Beständigkeit beruht. Und auf Verbundenheit basiert. Eine ehrliche Eigenschaft. Tief in einem drin. Gegenüber Menschen, gegenüber Gruppen, gegenüber Gemeinschaften. Diese Menschen können Sportler sein. Idole. Diese Gruppen können Teams sein. Vereine. Mannschaften.

Und eine Ausdrucksweise dieser inneren Verbundenheit können Kleidungsstücke sein. Jerseys. Die Dienstuniformen der Athleten. Aber auch jene ihrer Anhänger. Als Symbol der Zugehörigkeit und ihres Supports. Pure Identifikation. Als würden sie an der Seite ihrer Halbgötter am Spielfeld stehen.

Verziert durch die Farben des jeweiligen Teams, durch Nummern, Spielernamen und ein Mannschaftslogo zogen mich die Polyesteroberteile seit jeher in ihren Bann. Keine Woche verging während meiner Schulzeit, in der ich mir nicht mindestens einmal ein Trikot eines Lieblingsteams oder -wettkämpfers überstreifte.

Inspiriert durch den Style diverser Rapper aus Musikvideos und getrieben von meiner Leidenschaft für den Sport entstand die Liebe zu dieser Art von Stil. Ein Leben lang werde ich dieser Linie treu bleiben. Loyal bleiben. Und die Farben meiner Idole wie auch meinen sportlichen Lifestyle öffentlich zur Schau stellen.