sozialtot

2. November 2017. Der Tag, an dem ich meinen Sozialtod starb. Ein für mich nicht nur neuer Zustand, für mich auch ein neuer Begriff. Der mir auf Anhieb gefiel. Nicht das Wort an sich, die Bedeutung dahinter. Für das Wort bin ich fast zu alt. Stammt es doch aus der Liste der Nominierungen für das Jugendwort des Jahres.

Mein seit nun fast zwei Wochen andauernder neuer Zustand steht für keinerlei Präsenz in sämtlichen sozialen Medien. Mein Blog ist es schon länger. Die Eliminierung meines privaten Facebook Accounts war nun der fällige Schritt in meinen persönlichen Sozialtod. Obwohl es in Wahrheit einen großen Schritt in Richtung sozialeres Leben bedeutet.

Kein Teil einer zum Großteil likegesteuerten Fake Gesellschaft (ich kann es nicht oft genug erwähnen) zu sein, tut schlicht und einfach gut. Schluss mit Informationsüberflut, Schluss mit den nervenden Selbstdarstellerfratzen, Schluss mit Freunden, die außerhalb der Virtualität gar keine Freunde sind. Und endlich mehr Zeit zum Leben.