Es war einmal ein besonderer Ort im Herzen Wiens. Ein prunkvoll gestaltetes Kellerareal, dessen gegenwärtiger Zweck im Hinblick auf das Erscheinungsbild der Lokalität ziemlich befremdet wirkt. Ein Schuhgeschäft. Im edlen Mantel eines nächtlichen Vergnügungsortes. Ob blinkendes Bunt-, oder simples Rotlicht, sei dahingestellt.

Fakt ist, dieser Ort verbirgt besohlte Schätze in einer unvorstellbaren Variation. Zum Teil längst totgeglaubte Stücke. Dreien konnte ich auf Anhieb nicht widerstehen. Seitdem zieren sie meine Füße und ziehen straßenseitig bewundernde Blicke auf sich. Mich. Und beweisen Schritt für Schritt, dass wahre Coolness viel besser hypelos funktioniert.

Es bedarf keiner limitierten Edition und schon gar keinem Modell aus dem Standard-Repertoire eines Mainstream-Roboters. Es reichen Individualität und Kreativität. Mit einer kleinen Portion Egoismus. Denn mit großer Sorgfalt bewahre ich meine Individualität und beende eine Schuhgeschichte, die wie ein Schuhmärchen klingen mag.