Warum Camouflage? Ständige Konfrontation mit dieser Fragestellung für mich. Möglicherweise liegt der Grund in der Natur des Menschen. Evolutionär betrachtet. Oder in meiner Natur. Schließlich wuchs ich am Land und somit ziemlich naturverbunden auf. Heute wirken diese Farbtöne magisch auf mich. Fast beruhigend. Und eine sehr schöne Betrachtungsweise in meiner Ursachenforschung.

Auf die Antwort werde ich wohl nie stoßen, so wie ich diese Vorliebe wohl auch nie ablegen werde. Kein Nachteil, liegt meine Bezugsquelle getarnter Kleidungsstücke doch in diversen Army-Shops. Eine nahezu unzerstörbare Qualität, preistechnisch an keinem anderen Ort schlagbar. In diesem Areal bietet sich nun auch der Schluss auf eine militante Ursache und Einstellung meinerseits. Zutreffend wäre er aber nicht.

Wehren würde ich mich dagegen. So wie gegen tarngemustertes Schuhwerk. Die Gründe ebenso rätselhaft wie unerklärlich und unerforschlich. Um dennoch zu harmonisieren, greife ich für meine unterste Körperstelle auf Elemente einzelner Naturfarben zurück. Und zwar auf jene des Kaffees. Für viele ein ungeliebtes Stiefkind der Dreierreihe, für mich hingegen ein wichtiges Instrument der Individualisierung gegen die Kinder des Hypes.