Eine bunte Welt schier unendlicher Fröhlichkeit, nicht zuletzt deswegen mit einem Hauch Tristesse behaftet. Der Prater. Korrekt ausgedrückt: Der Wurstelprater. Zurückzuführen auf eine Theatergestalt ähnlicher Komik aus dem 17. Jahrhundert: Hanswurst. Erzählungen nach. Alleine der Namensgeber deutet auf die weit zurückreichende Tradition der Wiener Vergnügungsmeile hin.

Ein verrückter, faszinierender Ort. Geprägt von einem Duft aus Langos und Zuckerwatte, untermalt vom Jingle-Klang aus Lautsprechern diverser Attraktionen. Letztere befinden sich auch in der kalten Jahreszeit nicht ausnahmslos im Winterschlaf. Aus Sicht der Tagada-Tänzer aber absolut nachvollziehbar und überlebensnotwendig. Müssen doch neue Moves für die Hauptsaison antrainiert werden.

Ein absurder Mittelpunkt der Unterhaltung, des Zeitvertreibs, des Lebensunterhalts. Dort, wo Liliputbahn und Break Dance ihr Zuhause haben und Geisterbahnen eher das Lachen als Fürchten lehren. Ein nie ausgestorbener Ort, der mich schon als Kind in seinem bizarren Bann zog und an dem einst vom Kettenkarussell über den Dächern Wiens mein säuerlicher bröckeliger Mageninhalt auf das Volk regnete.