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Totgesagte leben länger. Oder doch nicht? Zumindest was diese Seite angeht, werden nun all jene, die sie mittlerweile für eine Leiche hielten, eines Besseren belehrt. Selbiges sollte für das Herz und die Seele dieser Seite gelten: Für meine Wenigkeit. Nach der bisher schwierigsten Phase meines Lebens finde ich allmählich zu alter Stärke zurück.

Wir alle sollten uns aber stets vor Augen halten, dass wir unser Schicksal nur zu einem sehr geringen Teil selbst in der Hand haben. Wenn überhaupt. Das Schicksal kann brutal sein. Es kennt keine Grenzen, nimmt keinerlei Rücksicht, unterscheidet niemals zwischen jung und alt. Wir sind keine Maschinen. Wir sind alle Menschen. Wir sind alle sterblich.

Auch meine Zeit wird kommen. Die Zeit, in der mich mein Schicksal einholt. Der Moment, in dem ich gehe. Was bleiben wird, ist der Wunsch, mich mit dieser Playlist feiern zu lassen. Musikrichtungen, Künstler, Tracks und auch Texte, die mich viele Jahre begleitet haben, mich und mein Leben geprägt haben. Und mein Leben hoffentlich noch viele Jahre weiterprägen.





„I knew deep inside, baby girl would always be mine. So if you ever need me, call, I’ll be there through it all. You’re the reason I can stand tall, me and my girlfriend. All I need in this life of sin, is me and my girlfriend. Down to ride to the bloody end, just me and my girlfriend.“ Makaveli rapt mir aus der Seele.

Wer? Auch, oder besser bekannt als Tupac Shakur. Die Inspiration für diesen Künstlernamen holte sich der Rapper im Knast. Von Niccolò Machiavelli, seines Zeichens italienischer Philosoph. Jedoch nicht in einer Doppelzelle. Vielmehr durch dessen Werke, mit denen sich Tupac hinter Gittern die Zeit vertrieb.

Im November 1996 erschien The Don Killuminati: The 7 Day Theory. Zwei Monate nach Tupacs Tod. Das letzte Album, das zu seinen Lebzeiten produziert wurde. Es bleibt diese Kraft, diese Energie, diese Leidenschaft, dieses Herz. In dieser Stimme. Sie ist magisch. Vermittelt mir Fröhlichkeit. Pure Euphorie.



Ich krieg von dir niemals genug.
Du bist in jedem Atemzug.
Alles dreht sich nur um dich.
Warum ausgerechnet ich?
Zähl die Stunden, die Sekunden,
doch die Zeit schein still zu stehen.
Hab mich geschunden, gewunden,
lass mich gehen.
Was willst du noch?
Willst du meine Tage zählen?
Warum musst du mich
mit meiner Sehnsucht quälen?
Deine Hölle brennt in mir.
Du bist mein Überlebenselixier.
Ich bin zerrissen.
Wann kommst du meine Wunden küssen?
Out of the dark.
Hörst du die Stimme, die dir sagt.
Into the light.
I give up and close my eyes.
Out of the dark.
Hörst du die Stimme, die dir sagt.
Into the light.
I give up and you waste your tears.
To the night.
Ich bin bereit,
denn es ist Zeit.
Für unseren Pakt über die Ewigkeit.
Du bist schon da, ganz nah.
Ich kann dich spüren.
Lass mich verführen.
Lass mich entführen.
Heute Nacht zum letzten Mal
ergeben deiner Macht.
Reich mir die Hand, mein Leben.
Nenn mir den Preis.
Ich schenk dir Gestern, Heut und Morgen.
Dann schließt sich der Kreis.
Kein Weg zurück.
Das weiße Licht rückt näher
Stück für Stück.
Will mich ergeben.
Muss ich denn sterben,
um zu leben?
Out of the dark.
Hörst du die Stimme, die dir sagt.
Into the light.
I give up and close my eyes.
Out of the dark.
Hörst du die Stimme, die dir sagt.
Into the light.
I give up and you waste your tears.
To the night.
Out of the dark.
Hörst du die Stimme, die dir sagt.
Into the light.
I give up and close my eyes.
Out of the dark.
Hörst du die Stimme, die dir sagt.
Into the light.
I give up and you waste your tears.
To the night.

(Falco)

7. September 2018. Robbert van de Corput wendet sich an die Welt. An seine Fans. Und an all jene, denen er unter dem Synonym Hardwell bekannt ist. Er drückte die Standby-Taste. Das ist die Botschaft, die er verkünden möchte. Keine weiteren Auftritte, Ziele, Interviews, Deadlines. Auf unbestimmte Zeit. Weg von der großen Bühne.

Hardwells Tourplan endete gestern. Bis zu drei Auftritte pro Nacht in drei verschiedenen Ländern. Ein krankes Programm, das er Jahre durchzog. Nebenbei kreierte und produzierte er, „alterte in dreifacher Geschwindigkeit“. Ein mörderisches Tempo. Umschrieben als „eine niemals endende Achterbahnfahrt“. Die nun doch endet. Im Guten.

Derartige Reisen nehmen nicht immer ein gutes Ende. Tim Bergling opferte unlängst sein junges Leben. Ein alarmierendes Beispiel. Hardwell möchte nun jedenfalls Robbert sein. Zeit mit seiner Familie und Freunden verbringen. Aber weiter Musik machen. Um sich auszudrücken. Und um mit uns, seinen Fans, verbunden zu bleiben.

Zurückschrauben. Auch ich versuche das seit einiger Zeit. Die Eliminierung meines Publikationsrhythmus wirkte sich qualitätssteigernd aus. Auf mein Leben und die von mir hier kreierten Inhalte. Denn Druck auf mich selbst ist unnötig. Macht auf Dauer kaputt. Die wahren und schönen Dinge des Leben gehen mehr und mehr verloren.



Die Nacht im fortgeschrittenen Zustand. Schwarz der Himmel über Wien, schlafend die Masse an Menschen. Ich schlafe nicht. Das Fenster offen. Straßenseitig dringen gedämpfte Lichtwellen in mein dunkles Wohnzimmer. Und Schallwellen dringen hinaus. Im Viervierteltakt.

Monoton schwingen sie. Kurbeln meinen Schreibfluss an. Die Müdigkeit wie weggezaubert. Es ist dieser Bass. Er trägt mich durch die Arbeit der Nacht. Macht mich stark, kreativ. Hält mich wach. Techno als persönliche Audio-Droge, die diesen Nachtflug ermöglicht.

Es ist die Spannung. In mir. Aufregung, Euphorie, Nervosität. Positive Nervosität. Ein geheimnisvolles Gefühl, das wie Geborgenheit wirkt. Innig. Zugleich der betörende Beigeschmack eines Verbotes. Der nächtliche Schallwellenritt setzt ihn frei. Diesen künstlerischen Geist in mir.

Ton für Ton, Taste für Taste, Wort für Wort. Die elektronischen Vibes als Schaltzentrale meines Körpers. Die Finger ferngesteuert. Tanzend kreierend auf der Bühne der Tastatur. Bis zum Ausklang des magischen Wellenbades. Nach Vollendung dieses nächtlichen Textwerkes.