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Meine Laune ist mies. Am Tiefpunkt. Hat nichts mit dem heutigen Montag zu tun. Vielmehr mit dem gestrigen Tag. Einer der beschissensten Sonntage meines Lebens. Dabei war es ein besonderer Sonntag.

Für das Electronic Dance Music Universum bedeutete dieser 25. März 2018 den 20. Geburtstag des Ultra Music Festivals. Aber viel wichtiger: Eben auch die Reunion der Swedish House Mafia.

Wenn auch nur für eine Stunde oder einen gemeinsamen Set. Ich möchte gar nicht wissen, was sich der Veranstalter dieses Jahrhundertspektakel kosten lassen musste. Vor allem, um Steve auf die Bühne zu bekommen.

Verschwörungstheoretikern ging jedenfalls einer ab, denn Hinweise im Vorhinein gab es massenweise. Ebenso war Ultra in aller Munde und den drei Schweden hat es mit Sicherheit auch nicht geschadet.

Auf der Bühne, wo das Projekt vor ziemlich genau fünf Jahren zu Ende ging, gab es also eine Auferlebungsstunde der Swedish House Mafia. Auferstanden sind sie nicht. Happy Birthday Ultra!





Wir schreiben das Jahr 1999. Oder sogar 1998. Genau kann ich mich nicht mehr erinnern. Da tauchte plötzlich dieses gelbe flauschige Ding im Fernsehen auf. Ich weiß auch nicht mehr, wo es mir zuerst unterkam. Ob in den Levi’s TV-Spots oder in den Musikvideos von Mr. Oizo. Dermaßen alt bin ich schon.

Was ich aber definitiv noch weiß: Die Rede ist von Flat Eric, einem Stofftier oder wohl eher einer Stoffpuppe. Denn einer Tiergattung lässt sich Flat schwer zuordnen. Am ehesten noch jener der Bären. Als Bär wäre er jedoch sehr ohrenlos und ziemlich schmächtig auf den Knochen seiner Gliedmaßen.

Jedenfalls war Flat Eric ein extrem cooler Typ, der mit Schrottkarre und Kumpel durch Kalifornien cruisend für die Sta-Prest Kollektion von Levi’s werben durfte, in diversen Musikvideos seines Entdeckers, Produzenten und Filmemachers Mr. Oizo zum Bass abging und obendrein noch Würstel rauchte. Im Chefsessel.

Eigentlich müsste das erste Album von Axwell Ingrosso More Than I Knew heißen. Lange wartete ich drauf. Und dann verpasste ich doch tatsächlich den Release. Exakt zwei Monate später bemerkte ich meine Nachlässigkeit. Per Zufall. More Than You Know existiert offiziell seit 8. Dezember 2017. Informationsdefizit ist wohl der einzige Nachteil meines Social Media Rückzugs.

Axwell und Sebastian Ingrosso. Zwei der drei Götter der House Musik Szene. Steve Angello ist der dritte im Bunde. Er komplettierte einst das Trio der legendären Swedish House Mafia. Und dürfte wohl auch für die Trennung 2013 verantwortlich sein. Aber am Zenith der Unerreichbarkeit aufzuhören schadet nicht. Und es ebnet neue Wege. Wie den von Axwell und Ingrosso.

More Than You Know trägt ihre Handschrift, es ist ein Neuanfang, etwas neues. Ihr Style. 15 Tracks inklusive zweier Bonus Tracks, die Botschaften vermitteln. Und motivieren. Sie sind auf ihrem Weg. Machen uns zu Träumern, bitten uns größer zu träumen. Es ist viel möglich, mehr als wir zu wissen wagen. Die beiden lassen die Sonne scheinen. Und dieses Mal können sie nicht nach Hause gehen.







Hello, Vienna calling.
Hello, Vienna calling.
Talking about.
Stella sitzt in Rio,
Stella liegt in Tokio.
Männer fragen sie nach Feuer,
nach dem anderen sowieso.
Sugar Chris dich sehr vermisst,
dein Bein und dein Gesicht.
Du kannst auf mich verzichten,
doch nur auf Luxus nicht.
Womit spielen kleine Mädchen
heute hier und dort und da?
Ob in Tucson, Arizona,
Toronto, Kanada.
Wien, nur Wien,
du kennst mich up,
kennst mich down.
Du kennst mich.
Nur Wien, nur Wien,
du nur allein,
wohin sind deine Frauen?
Operator.
So alone am I.
Operator.
Need you to come tonight.
Hello, Vienna calling.
Hello, Vienna calling.
Two, one, zero,
der Alarm ist rot.
Wien in Not.
Vienna calling.
Vienna calling.
Und plötzlich heißt Maria Marilyn
und Eva heißt Yvonne.
Ein junger Bogart hängt ihr an den Lippen,
Kleines, und sagt komm.
Die Lockenpracht wird abgemacht,
die Tänzer sind gestoppt.
Es ist 4 Uhr 45,
nun wird Position geprobt.
Womit spielen kleine Mädchen
heute hier und dort und da?
Ob in Tucson, Arizona,
Toronto, Kanada.
Wien, nur Wien,
du kennst mich up,
kennst mich down.
Du kennst mich.
Nur Wien, nur Wien,
du nur allein,
wohin sind deine Frauen?
Operator.
So alone am I.
Operator.
Need you to come tonight.
Hello, Vienna calling.
Hello, Vienna calling.
Two, one, zero,
der Alarm ist rot.
Wien in Not.
Vienna Calling…

Vorweggenommen: Ich bin nicht militant. Kein Befürworter von Krieg oder Waffen. Klar. Dennoch scheint es da eine nicht nachvollziehbare Verbindung zu militärischen Elementen zu geben. Tief in mir. Unterbewusst. Sei es zu Fluggeräten. Sei es zu Kleidungsstücken.

Wie zu dieser Jacke. Vintage. Aus einem Army Shop. Woher auch sonst. Es war Zufall. Und ein langwieriger Prozess. Skepsis wurde durch oftmalige Anprobe in Glück umgewandelt. Freude kam auf. Über Größe XXL. Und insbesondere über den schreienden Adler am linken Oberarm.

Das Wappen der 101st Airborne Division der US Army. Auch genannt: The screaming eagles. Warum wohl. Eine Luftlandedivision mit fast 300 Helikoptern zur Beförderung tausender Soldaten in feindliches Gebiet. Ich wiederhole: Ich bin nicht militant.

Nach einer Vielzahl an Hubschrauberflügen genießt meine Jacke nun ihren wohlverdienten Ruhestand. In Wien. Erster Spaziergang in Rente fand im Winter statt. Ein Hoodie musste her. Darunter. Ebenfalls darunter, jedoch mit Guckloch: Meine Mudmaster. Im adäquaten Colorway.