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Warum Camouflage? Ständige Konfrontation mit dieser Fragestellung für mich. Möglicherweise liegt der Grund in der Natur des Menschen. Evolutionär betrachtet. Oder in meiner Natur. Schließlich wuchs ich am Land und somit ziemlich naturverbunden auf. Heute wirken diese Farbtöne magisch auf mich. Fast beruhigend. Und eine sehr schöne Betrachtungsweise in meiner Ursachenforschung.

Auf die Antwort werde ich wohl nie stoßen, so wie ich diese Vorliebe wohl auch nie ablegen werde. Kein Nachteil, liegt meine Bezugsquelle getarnter Kleidungsstücke doch in diversen Army-Shops. Eine nahezu unzerstörbare Qualität, preistechnisch an keinem anderen Ort schlagbar. In diesem Areal bietet sich nun auch der Schluss auf eine militante Ursache und Einstellung meinerseits. Zutreffend wäre er aber nicht.

Wehren würde ich mich dagegen. So wie gegen tarngemustertes Schuhwerk. Die Gründe ebenso rätselhaft wie unerklärlich und unerforschlich. Um dennoch zu harmonisieren, greife ich für meine unterste Körperstelle auf Elemente einzelner Naturfarben zurück. Und zwar auf jene des Kaffees. Für viele ein ungeliebtes Stiefkind der Dreierreihe, für mich hingegen ein wichtiges Instrument der Individualisierung gegen die Kinder des Hypes.

Eine dunkle Welt der Fantasie, finster wie die Nacht, aus der sie nie erwachen zu scheint. Eine düstere Stadt, die so mancher, darin ihr Unwesen treibender Gestalt, nur wenig an Skurrilität nachstehen mag. Ein finsterer Ort, an dem ein noch finsterer, sich durch Hochhausschluchten schwingender, maskierter Held, Schurken das Handwerk legt.

Ein sportliches Kleidungsstück in nächtlichem Schwarz. Schimmernd verziert mit hochhausstählernem Silber. Parallelen zu Gotham, die das Jersey zu meiner individuellen Bühne machen. Als Möglichkeit, aufzufallen. Mich abzugrenzen. Um dennoch Anschluss zu erhalten. An diese dunkle Stadt. Nicht existent und doch so nah. Der Kreis schließt sich.

Ein Gedankenspiel der Magie. Symbolisiert durch eine magische Zahl. Sieben. Sie verzaubert mich. Macht mich zum Helden. Ohne Umhang und Fledermausmaske. Aber mit Glück. Gepaart mit Freude über ein schlichtes Design, dessen Farbkombination an die Tür der Perfektion klopft. Und Freude über einen von mir getragenen Schriftzug. Nur von mir.

Wir befinden uns aktuell im jährlichen Niemandsland. Der Kalender begann unlängst von vorne, das Wetter zieht eine grässlich graue Dauerfratze mit dem noch weniger schönen Nebeneffekt der klirrenden Kälte. Die guten alten Zeiten, in denen ich Samstagnachts noch in der Lage war, mir den Winter schön und dessen schnelleres Ende herbei zu saufen, sind lange Geschichte.

Heutzutage rede ich mir ein, der Fortdauer dieser tristen Jahreszeit mit farblichen Elementen entgegenwirken zu können und trage teils knallige Holzfällerhemden. Die Wahrheit liegt wohl eher an der wärmenden Funktionalität dieser filzigen Teile, deren feinerer und/oder kleinkarierter und/oder Slim-Fit-Verwandtschaft ich als passionierter Antibügler absolut nichts abgewinnen kann.

Darüber hinaus vergewaltige ich meine Fersen mit Boots. Zumindest im berühmt-berüchtigten Wiener Gatsch, der weißem Schnee entspringt und diese Zeit des Jahres noch schrecklicher macht. So, dass ich ab und zu sogar zur Haube greife. Lange verbot mir dies meine Eitelkeit. Doch die Frise hält auf wundersame Weise. Hinzu gesellt sich eine Jeans. Und Jacke nicht vergessen. Wie ich im visuellen Anschluss.

Loyalität. Eine Haltung, die auf Beständigkeit beruht. Und auf Verbundenheit basiert. Eine ehrliche Eigenschaft. Tief in einem drin. Gegenüber Menschen, gegenüber Gruppen, gegenüber Gemeinschaften. Diese Menschen können Sportler sein. Idole. Diese Gruppen können Teams sein. Vereine. Mannschaften.

Und eine Ausdrucksweise dieser inneren Verbundenheit können Kleidungsstücke sein. Jerseys. Die Dienstuniformen der Athleten. Aber auch jene ihrer Anhänger. Als Symbol der Zugehörigkeit und ihres Supports. Pure Identifikation. Als würden sie an der Seite ihrer Halbgötter am Spielfeld stehen.

Verziert durch die Farben des jeweiligen Teams, durch Nummern, Spielernamen und ein Mannschaftslogo zogen mich die Polyesteroberteile seit jeher in ihren Bann. Keine Woche verging während meiner Schulzeit, in der ich mir nicht mindestens einmal ein Trikot eines Lieblingsteams oder -wettkämpfers überstreifte.

Inspiriert durch den Style diverser Rapper aus Musikvideos und getrieben von meiner Leidenschaft für den Sport entstand die Liebe zu dieser Art von Stil. Ein Leben lang werde ich dieser Linie treu bleiben. Loyal bleiben. Und die Farben meiner Idole wie auch meinen sportlichen Lifestyle öffentlich zur Schau stellen.

Im Mai nächsten Jahres wird die Swedish House Mafia in der Hauptstadt ihrer schwedischen Heimat ein Comeback-Konzert geben. Ein Ereignis, das sich jeder Fan zwar sehnsüchtig erhofft, dennoch aber niemals erwartet hätte. Wie auch immer. Ich nutze die Gunst der Wiedervereinigung und huldige nun den Stil der drei Schweden. In kleidungstechnischer Hinsicht.

Dunkel, nahezu durchgängig schwarz. Sportlich locker. Gepaart mit zielsicherer Coolness. Besonders in ihrer Blütezeit prägte mich der Style des Trios und machte aus meinem Kleidungsstil einen Mash-Up aus Hip-Hop-Rhymes und House-Beats. Seit jeher stellt Musik und ihre Künstler für mich die Inspirationsquelle Nummer eins dar. Betreffend meiner Kleidung.

Sneakers: Speziell Steve Angello punktete hier regelmäßig bei mir. Mit diversen Vierer-Jordans wohlgemerkt. Jeans: Was anderes kann ich mir an meinen Beinen schwer vorstellen. Aber bitte mit zeitgemäßem Schnitt. T-Shirt: Schlicht und am besten unbedruckt. Lederjacke: Ein Teil, das zur Grundausstattung jeder Garderobe zählen sollte. Hat dieses gewisse Etwas.