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Die Stiftgasse 5-9. An und für sich keine Besonderheit. Ein Parkhaus halt. Die Besonderheit verbirgt sich im Inneren. Ein genauerer Blick in den Einfahrtsbereich reicht, um das gewisse Extra zu erkennen. Hermann’s Würstel-Salon. Korrekt. Eine Würstelstand im Parkhaus. Gewöhnungsbedürftig. Wenn nicht sogar bizarr. Tatsache aber: Kultstatus.
 
Und dieser ist wahnsinnig hoch. Denn welche Garage kann von sich schon behaupten, eine eigens integrierte Würstelbude zu besitzen? Und welche Würstelbude kann von sich schon behaupten, ein eigenes Parkhaus zu haben? Nicht viele und auf unsere Stadt beschränkt, womöglich keine andere. Daher nicht nur kultig, sondern auch ziemlich einzigartig.
 
Wer also Bock auf eine Wurst in extravaganter Atmosphäre hat, ist herzlich bei Hermann’s Würstel-Salon am Neubau willkommen. Darüber hinaus könnt ihr auch noch wählen, ob ihr beim Verzehren eurer gebratenen Köstlichkeiten den ein- und ausfahrenden Autos vom Innenraum der Bude oder vom eigenen Schanigarten aus beobachten wollt.

Turnschuh Update

Mein meistgeklickter Beitrag lautet Sneakers Guide Vienna. Immer noch. Und daran wird sich meiner Meinung nach auch nie etwas ändern. Gut so. Hab ich damit mit Sicherheit so manch Ortsunkundigen zu neuen Turnschuhen verholfen.

Chronologisch beginnt das heutige Update mit einem Wegfall. Der Paar Laden hat im Oktober nach sieben Jahren geschlossen. Mir wird er nicht sonderlich fehlen, trotzdem trug er wesentlich zur Entwicklung der Wiener Sneaker Szene bei. Danke und RIP.

Neu hingegen ist der Asics Store. Enorm innovativ, auf zwei (oder drei?) Stöcken und dort ansässig, wo sich die Mariahilferstraße mit der Kirchengasse kreuzt. Das Angebot enthält das gesamte Portfolio der Marke. Wichtiger Teil davon: Sneakers.

Last but not least: Nike Vienna. Ihr wisst Bescheid. Wenn nicht, scrollt nochmal einen Beitrag hinunter. Geöffnet seit genau einer Woche, kann der Store sehr viel. Nicht aber alles. Doch was zählt: Der Swoosh is back in town. Und das genieß ich.

Nike Vienna

Nike Vienna ist zurück. Seit Donnerstag hat der neue Nike Store auf der Mariahilfer Straße geöffnet. Nur ein Block neben dem ehemaligen Generali Center, wo der alte vor ungefähr eineinhalb Jahren dicht machen musste. Mein Weltbild ist somit wieder zurecht gerückt. Mein Stadtbild besser gesagt. Willkommen zurück.

Die Auszeit zahlte sich aus. Eine Fläche, die nach meinem Augenmaß ungefähr das Fünffache des alten Stores beträgt und auf zwei Stockwerke verteilt ist. Eine prächtig spiegelnde Außenfassade, die den Tempel glanzvoll erstrahlen lässt. Auf Ebene 0 kommen Ladies und Kids auf ihre Kosten, Ebene 1 beheimatet Running, Lifestyle und Training für Männer sowie Jordan und Fußball.

Freitag und Samstag gab’s das große Opening Party Weekend mit vielen Specials während der Geschäftszeit. Ich nahm mir das Flaggschiff Freitagnachmittag unter die Lupe. Sehr cool, nur vom Hocker haute es mich nicht. Keine NBA, keine NFL. Meine beiden großen Kritikpunkte. Trotz dieser Größenordnung eben doch keine Nike Town.

„I tried so hard and got so far. But in the end it doesn’t even matter. I had to fall to lose it all. But in the end it doesn’t even matter.“ Chester Bennington. Geboren am 20. März 1976. Gestorben am 20. Juli 2017.

Der Frontmann von Linkin Park litt an schweren Depressionen, wählte den Freitod. Er entschied sich gegen das Leben. Er wollte es so. Und ist jetzt glücklich. Hoffentlich. Zumindest ist er aber dort, wo er hin wollte.

Mit Rock konnte ich in nie etwas anfangen. Linkin Park stellte in meiner Jugend eine Art Ausnahme dar. Somit widme ich Chester und seiner unvergesslichen Stimme diesen Beitrag. Was bleibt, sind Hörproben und ein Graffiti von Lush Sux beim MQ. Rest in peace.



Zum einen liest und hört man, es sei aufgrund der Herkunft des Fleisches. Zum anderen liest und hört man, es sei wegen des Mix an Saucen. Oder weil der Chef dort gelernt hat. Die Rede ist von Berlin. Eigentlich Wien. Berliner Döner in Wien. Siebter Bezirk.

Dort, wo die Zieglergasse mit der Westbahnstraße kreuzt. Dort, wo der 49er seine Station Zieglergasse hat. Dort, wo eine Kirche steht. Am Schottenfeld. Wo alle Brüder sind und ich nach fünf Gehminuten den (vorweggenommen) besten Döner unserer Stadt genießen kann.

Knuspriges, selbst gebackenes Brot. Gefüllt mit Weißkraut, Rotkraut, Zwiebel, Hühner-, Lammfleisch oder beidem. Joghurtsauce, scharfe Sauce und Spezialsauce. Auf die Tomaten-Gurken-Kombi muss ich verzichten. Ich leide an Gurkengrausen.

Ebenfalls Minuspunkt sind die fettigen Pommes. Hat jetzt aber nix mit Döner zu tun. Und dieser ist mit Abstand das Beste, was mir aus seiner Gattung bis dato zwischen die Zähne gekommen ist. Trotz meines gurkenverschuldeten Tomatenverzichts.

Tradition und Moderne

Ein paar Kilometer südwestlich von Wien liegt das schöne Perchtoldsdorf. Ein Ort, in dem ich einige Jahre meines Lebens verbringen durfte. Ein Ort, geprägt von Weinbaukultur und jeder Menge Heurigen. Riecht gewaltig nach Tradition. Wohl war. Wäre da nicht das Weingut von Georg und Helene Nigl.

Dort, wo Tradition auf Moderne trifft. Das „Ehepaar“ tanzt so richtig aus der Reihe. Schräg und wenig Platz für Konservativismus. Ganz nach meinem Geschmack. So etwas wie die Rockstars im altmodischen Haurertum.

Mit ihren Produkten bringen sie Leben in die Perchtoldsdorfer Weinkultur. Und die Natur unverfälscht ins Glas. Kürzlich bekam ich eine Weinverkostung vor Ort, inklusive Genussanleitung bis hin zum Gaumentango. Herrlich. Ich weiß jetzt beispielsweise, dass Trinkvergnügen auch pädophil sein kann.

Neben dem Buschenschank am Kunigundberg sorgt das Weingut in der Vierbatzstraße für Veranstaltungen wie die montags ab 18 Uhr geöffnete Kostbar oder der pop-up Flohmarkt Heels & Wine am 23. April. Am besten ihr checkt nigl.com und seid up to date.

New Hood

Das Thermometer pendelt sich allmählich in angenehmen Sphären ein. Zum einen wirkt sich das auf die Anzahl der Stunden aus, die ich spazierend im Freien verbringe. Einhergehend mit meinem Kilometerstand steigen diese drastisch an. Der Bock rauszugehen ist da und reaktiviert zum anderen meine Kreativität. Da kommen die Impressionen wie angeflogen. Futter für Beiträge. Und Lesestoff für euch.

So nahm ich unlängst meine neue Wohngegend genauer unter die Lupe. Längst überfällig. Bis ich meine neue Hood auswendig kenne, wird noch ein Weilchen vergehen. Zu versteckt sind manche Schätze an Lokalen, Stores und was auch immer. Aber der Grobüberblick steht. Und ich fühle mich extrem wohl. Vom ersten Tag an. Wo denn eigentlich? Am Neubau, wie es korrekterweise heißt.

Zu hip war mir diese Gegend immer. In den Sechsten wollte ich. Jetzt lebe ich aber doch im bunten Mariahilfer Nachbarbezirk. Dicht verbaut, enge Gassen, wenig grün und durchaus künstlerisch. Eingebettet zwischen Mahü, Gürtel, Lerchenfelder Str. und MQ sind nun einige meiner Lieblingsrestaurants direkt um’s Eck. Und der 49er. Meine neue Lieblingslinie.

Sex in Wien

Lust. Kontrolle. Ungehorsam. 15. September 2016 bis 22. Jänner 2017. Die Ausstellung ist inzwischen Geschichte, am letzten Drücker schaffte ich es doch noch. Mit dem Inhalt der Schau hatte ich mich davor nicht befasst, umso größer war die Neugier, was auf mich zukommt.

Zunächst jedoch nur Verwunderung über eine endlose Warteschlange. Sonntagnachmittag in einem Museum zu verbringen, das scheint eine Lieblingsbeschäftigung vieler Wiener zu sein. Das Warten wohl eher weniger. Die Schlange zog sich bis mitten in die Räumlichkeiten der Galerie.

Aber alles halb so schlimm. Zäh voranschreitend kam ich wenigstens dazu, mich intensiv mit den Werken des ersten Trakts zu beschäftigen. Diese fokussierten sich gänzlich auf die Annäherung. Über den eigentlichen Akt ging es dann bis hin zu dessen Konsequenzen.

Sämtliche Facetten der Thematik wurden aus dem Blickwinkel unserer Großstadt beleuchtet. Wien als vielseitiger Schauplatz der Sexualität. Und das über ein gesamtes Jahrhundert gesehen. Für mich nur der Anfang eines überaus schönen Sonntags.

Sneakers Guide Update

Über drei Jahre ist es inzwischen her, dass ich den Beitrag Sneakers Guide Vienna online gestellt habe. Mit Abstand der meistgeklickte Artikel auf besenstil. Täglich wird er über Suchmaschinen geöffnet. Und hoffentlich auch gelesen. Dazwischen gab es mal ein Update in Form von Part 2, aber Wien schläft nicht in Sachen Sneakers. Es hat sich wieder einiges getan in der Sneaker Shop Szene.

Nike Vienna ist mit dem Umbau des Generali Centers für immer von der Bildfläche verschwunden, Snipes auf der Mahü hat vor kurzem einen Standortwechsel durchgeführt. Ebenso Kings 92, ehemals Street Fever, ich habe unlängst berichtet. Wien bekam auch einen Solebox und ich habe mit Art & Style so etwas wie ein Converse Paradies entdeckt.

Somit folgt jetzt kein Part 3, sondern der Entschluss, den ersten Teil von nun an bei jedem Anlass auf den aktuellen Stand zu bringen. Schließlich hängt das gute Suchmaschinen Ranking am Beitrag selbst und meiner Statistik zufolge hat im Beitrag selten jemand auf den Part 2 Link gedrückt. Und ich kann keinesfalls zulassen, weiterhin Leute in Stores zu lotsen, die gar nicht mehr existieren.

Kings 92

Die letzten Jahre brachten eine Revolution in Sachen Sneakers. Der Boom stieg ins Unermessliche, das Eroberungsgebiet der sportlichen Treter geht längst über die Straße hinaus. Weit hinaus. Und auch bei den Turnschuhträgern hat sich einiges in die richtige Richtung entwickelt: Der Hype macht auch vor dem Alter keinen Halt mehr, sodass die Begierde bei Höhersemestrigen stetig wächst.

Und nach genau dieser Zielgruppe halten unsere Freunde von Kings 92 mehr und mehr Ausschau. Kings 92 ist ein Sneaker Store auf der Mariahilfer Straße, der für mich schon alleine aufgrund der Tatsache punktet, dass es sich dabei um keine Kette, sondern um ein Unikat handelt. Individualität führt zu Besonderheit. Insbesondere in Zeiten des Massenhandels.

Eine coole und spezielle Auswahl an Modellen der gängigen Brands. So hab ich Kings 92 vor geraumer Zeit in meinem Vienna Sneakers Guide beschrieben. Geändert hat sich daran nichts. Nur die Location, die nun über eine größere Geschäftsfläche verfügt, die Hausnummer auf 92 und der Name. Aber das ist eine andere Geschichte.