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„I tried so hard and got so far. But in the end it doesn’t even matter. I had to fall to lose it all. But in the end it doesn’t even matter.“ Chester Bennington. Geboren am 20. März 1976. Gestorben am 20. Juli 2017.

Der Frontmann von Linkin Park litt an schweren Depressionen, wählte den Freitod. Er entschied sich gegen das Leben. Er wollte es so. Und ist jetzt glücklich. Hoffentlich. Zumindest ist er aber dort, wo er hin wollte.

Mit Rock konnte ich in nie etwas anfangen. Linkin Park stellte in meiner Jugend eine Art Ausnahme dar. Somit widme ich Chester und seiner unvergesslichen Stimme diesen Beitrag. Was bleibt, sind Hörproben und ein Graffiti von Lush Sux beim MQ. Rest in peace.



Zum einen liest und hört man, es sei aufgrund der Herkunft des Fleisches. Zum anderen liest und hört man, es sei wegen des Mix an Saucen. Oder weil der Chef dort gelernt hat. Die Rede ist von Berlin. Eigentlich Wien. Berliner Döner in Wien. Siebter Bezirk.

Dort, wo die Zieglergasse mit der Westbahnstraße kreuzt. Dort, wo der 49er seine Station Zieglergasse hat. Dort, wo eine Kirche steht. Am Schottenfeld. Wo alle Brüder sind und ich nach fünf Gehminuten den (vorweggenommen) besten Döner unserer Stadt genießen kann.

Knuspriges, selbst gebackenes Brot. Gefüllt mit Weißkraut, Rotkraut, Zwiebel, Hühner-, Lammfleisch oder beidem. Joghurtsauce, scharfe Sauce und Spezialsauce. Auf die Tomaten-Gurken-Kombi muss ich verzichten. Ich leide an Gurkengrausen.

Ebenfalls Minuspunkt sind die fettigen Pommes. Hat jetzt aber nix mit Döner zu tun. Und dieser ist mit Abstand das Beste, was mir aus seiner Gattung bis dato zwischen die Zähne gekommen ist. Trotz meines gurkenverschuldeten Tomatenverzichts.

Tradition und Moderne

Ein paar Kilometer südwestlich von Wien liegt das schöne Perchtoldsdorf. Ein Ort, in dem ich einige Jahre meines Lebens verbringen durfte. Ein Ort, geprägt von Weinbaukultur und jeder Menge Heurigen. Riecht gewaltig nach Tradition. Wohl war. Wäre da nicht das Weingut von Georg und Helene Nigl.

Dort, wo Tradition auf Moderne trifft. Das „Ehepaar“ tanzt so richtig aus der Reihe. Schräg und wenig Platz für Konservativismus. Ganz nach meinem Geschmack. So etwas wie die Rockstars im altmodischen Haurertum.

Mit ihren Produkten bringen sie Leben in die Perchtoldsdorfer Weinkultur. Und die Natur unverfälscht ins Glas. Kürzlich bekam ich eine Weinverkostung vor Ort, inklusive Genussanleitung bis hin zum Gaumentango. Herrlich. Ich weiß jetzt beispielsweise, dass Trinkvergnügen auch pädophil sein kann.

Neben dem Buschenschank am Kunigundberg sorgt das Weingut in der Vierbatzstraße für Veranstaltungen wie die montags ab 18 Uhr geöffnete Kostbar oder der pop-up Flohmarkt Heels & Wine am 23. April. Am besten ihr checkt nigl.com und seid up to date.

New Hood

Das Thermometer pendelt sich allmählich in angenehmen Sphären ein. Zum einen wirkt sich das auf die Anzahl der Stunden aus, die ich spazierend im Freien verbringe. Einhergehend mit meinem Kilometerstand steigen diese drastisch an. Der Bock rauszugehen ist da und reaktiviert zum anderen meine Kreativität. Da kommen die Impressionen wie angeflogen. Futter für Beiträge. Und Lesestoff für euch.

So nahm ich unlängst meine neue Wohngegend genauer unter die Lupe. Längst überfällig. Bis ich meine neue Hood auswendig kenne, wird noch ein Weilchen vergehen. Zu versteckt sind manche Schätze an Lokalen, Stores und was auch immer. Aber der Grobüberblick steht. Und ich fühle mich extrem wohl. Vom ersten Tag an. Wo denn eigentlich? Am Neubau, wie es korrekterweise heißt.

Zu hip war mir diese Gegend immer. In den Sechsten wollte ich. Jetzt lebe ich aber doch im bunten Mariahilfer Nachbarbezirk. Dicht verbaut, enge Gassen, wenig grün und durchaus künstlerisch. Eingebettet zwischen Mahü, Gürtel, Lerchenfelder Str. und MQ sind nun einige meiner Lieblingsrestaurants direkt um’s Eck. Und der 49er. Meine neue Lieblingslinie.

Sex in Wien

Lust. Kontrolle. Ungehorsam. 15. September 2016 bis 22. Jänner 2017. Die Ausstellung ist inzwischen Geschichte, am letzten Drücker schaffte ich es doch noch. Mit dem Inhalt der Schau hatte ich mich davor nicht befasst, umso größer war die Neugier, was auf mich zukommt.

Zunächst jedoch nur Verwunderung über eine endlose Warteschlange. Sonntagnachmittag in einem Museum zu verbringen, das scheint eine Lieblingsbeschäftigung vieler Wiener zu sein. Das Warten wohl eher weniger. Die Schlange zog sich bis mitten in die Räumlichkeiten der Galerie.

Aber alles halb so schlimm. Zäh voranschreitend kam ich wenigstens dazu, mich intensiv mit den Werken des ersten Trakts zu beschäftigen. Diese fokussierten sich gänzlich auf die Annäherung. Über den eigentlichen Akt ging es dann bis hin zu dessen Konsequenzen.

Sämtliche Facetten der Thematik wurden aus dem Blickwinkel unserer Großstadt beleuchtet. Wien als vielseitiger Schauplatz der Sexualität. Und das über ein gesamtes Jahrhundert gesehen. Für mich nur der Anfang eines überaus schönen Sonntags.