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Dass Turnschuhe etwas Besonderes, wenn nicht sogar etwas Magisches an sich haben, davon war und bin ich seit jeher überzeugt. Dass ich mich in diesem Irrglauben nun auch tatsächlich bestätigt fühlen darf, das verdanke ich der lieben Sonja.

Besser gesagt ihrem Schuhwerk, dem schwarzen Air Max 97. Erblickt in einem Berliner Store, aufmerksam beobachtet durch ihren Schnucki und resultierend in einem überraschenden Wiedersehen unter dem Weihnachtsbaum. Mir entgeht eben nichts.

Als die neuen Lieblingstreter dann auch noch die starken Fußschmerzen wie von Geisterhand verschwinden ließen, war die Unzertrennlichkeit schließlich besiegelt. Und mein anfangs angedeuteter Irrglaube. Heilende Kräfte also.

Ob nun auf eine Risikoverringerung des wiederkehrenden Schmerzes oder auf das wahnsinnig schöne Tragegefühl zurückzuführen, Fakt ist, die luftgepolsterten Sneakers dürfen zu jedem Anlass mit. Und zu jedem Outfit. Zu jeder Jahreszeit. Ungebunden.

Am liebsten aber beim Erhöhen des Kilometerstands im Rahmen eines ausgiebigen Spaziergangs in trauter Zweisamkeit. Auf den Freund bezogen. Oder Schuhe miteinbezogen: In trauter Viersamkeit. Wie auch immer. Sonjas coolster Sportschuh ever.

Connys peinlichstes Erlebnis in ihrem Lieblingsschuh nahm glücklicherweise nicht nur ein gutes Ende, sondern bescherte der 31-jährigen Kindergartenpädagogin auch eine ganz neue Erfahrung. Und zwar, dass sich ihr Sk8-Hi auch bestens zum Sprinten eignet. Machte sich doch tatsächlich ihr Longboard selbstständig, rollte in Richtung Bundesstraße und legte durch eine verursachte LKW-Vollbremsung für einige Sekunden den Verkehr der südburgenländischen Metropole Jennersdorf lahm.

Bis auf Aussetzer wie diesen, sind Conny und ihr schwarzer Sk8-Hi aber ein eingespieltes Team, was sich regelmäßig und besonders in Konzerthallen oder am Festivalgelände bewährt. Die Bequemlichkeit, in erster Linie zurückzuführen auf die Breite des Schuhs, war der ausschlaggebende Punkt für den Kauf. Denn Sk8-Hi Erfahrung hatte Conny bereits zur Genüge in ihrem roten Paar aus San Francisco gesammelt.

Darüber hinaus passt die schwarze Alternative zu jedem ihrer Outfits. Ob also bei der Behinderung des Fließverkehrs auf Jennersdorfs wichtigster Straßenverbindung, beim anschließenden Weltrekordversuch im Vollsprint, während des Genusses ihrer rockmusikalischen Leidenschaft, oder bei der Früherziehung der ihr überlassenen Schreihälse. Connys Sk8-Hi darf immer mit.

Drei Mal unumstrittener Sieger bei der Wahl zum „am coolsten gekleideten Lehrer“. Auch dank seines Schuhwerks. Das ist die Geschichte von Stefan und seinen Pumas aus echtem Leder. Schöne Erinnerungen. Denn mittlerweile genießt der bald 68-Jährige seinen wohlverdienten Ruhestand. Sehr sogar.

Seine gut gepflegten Lederschuhe trägt er nun am liebsten in der warmen Jahreszeit beim Einkaufen oder am Sportplatz und kombiniert sie zu legeren Outfits. Das angenehme Tragegefühl, die Leichtigkeit zweier Federn, das zeitlose und gut aussehende Design sind für Stefan nicht zu toppen. Durch keinen Schuh der Welt.

Sein Sohn David schenkte ihm das Paar einst zu Weihnachten. Im Jahre 2007. Nach einem Praktikum in Herzogenaurach bei der springenden Raubkatze. Dem Hersteller. Es handelt sich also quasi um einen Import. Seitdem ist Stefans Sohn auf Schritt und Tritt bei ihm. Das macht den Schuh auch so besonders für ihn. Danke Papa.

Samuel ist 18 Jahre und Schüler des Goethegymnasiums in Wien. Sein Alter und seine Schule lassen korrekte Schlüsse auf sein kürzlich bevorstehendes Maturantendasein zu. Freizeittechnisch lebt er seine Leidenschaft zu Parkour aus. So sehr, dass er seine Skills mittlerweile auch als Trainer weitergibt und sich durch sein Hobby ein schönes Taschengeld dazuverdient.

Präsentieren darf ich euch heute Samis adidas Essential Star 3 in. Ein Turnschuh, auf den er über die Parkour Community gestoßen ist. Aufgrund der Empfehlung mehrerer Athleten und intensiviert durch Gefallen am Design war der Kauf nahezu obligatorisch für ihn. Seit ungefähr einem halben Jahr trägt er ihn nun. Wann und wo sollte selbsterklärend sein.

Die so gut wie nicht vorhandene Dämpfung trägt auf wundersame Weise zum Tragekomfort bei, was am daraus resultierenden und erhöhten Bodengefühl in den Füßen liegt. Ein nicht unwesentlicher Faktor bei diversen Moves seines Lieblingssports, von denen Samuel schon einige in seinem Star 3 gelernt hat. Und mindestens genauso viele Verletzungen zog er sich schon zu.

Flo ist Wahl-Grazer. Alterstechnisch kann er sich langsam aber sicher auf das Ende seiner glorreichen Zwanzigerdekade vorbereiten. Beruflich lässt er sein Fachwissen in wichtige IT-Projekte eines Logistikdienstleisters einfließen. Und privat rockt er gerne seinen Air Jordan 4 Thunder.

Am liebsten tut er das im Nachtleben des Wochenendes. So entwickelte sich sein schwarzgelbes Schuhwerk zum Denkmal an eine Serie legendärer Partynächte mit seinem besten Freund. Ein Schuh, an dem jedoch nicht nur Erinnerungen und Spaß hängen. Sondern auch eine gewisse Hingabe.

Denn es war Liebe auf den ersten Blick. Gesehen am Fuß seiner Style Ikone, einem DJ und Part eines epischen Trios. Nicht zuletzt ließ er sich diese musikalische Leidenschaft unter die Haut seines Rückens stechen. Aus Liebe zu Style und Musik entstand also auch die Liebe zu diesem Schuh.

Eine außergewöhnliche Liebe. Denn „interessant ist, was rar ist“ und getreu diesem Leitspruch würde Flo seine Thunder niemals im Alltag tragen. Der Anlass muss ein besonderer sein. Oder die Stimmung. Und schon ist das seltene, markante und farblich elegante Donnerwetter perfekt.