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Vorweggenommen: Ich bin nicht militant. Kein Befürworter von Krieg oder Waffen. Klar. Dennoch scheint es da eine nicht nachvollziehbare Verbindung zu militärischen Elementen zu geben. Tief in mir. Unterbewusst. Sei es zu Fluggeräten. Sei es zu Kleidungsstücken.

Wie zu dieser Jacke. Vintage. Aus einem Army Shop. Woher auch sonst. Es war Zufall. Und ein langwieriger Prozess. Skepsis wurde durch oftmalige Anprobe in Glück umgewandelt. Freude kam auf. Über Größe XXL. Und insbesondere über den schreienden Adler am linken Oberarm.

Das Wappen der 101st Airborne Division der US Army. Auch genannt: The screaming eagles. Warum wohl. Eine Luftlandedivision mit fast 300 Helikoptern zur Beförderung tausender Soldaten in feindliches Gebiet. Ich wiederhole: Ich bin nicht militant.

Nach einer Vielzahl an Hubschrauberflügen genießt meine Jacke nun ihren wohlverdienten Ruhestand. In Wien. Erster Spaziergang in Rente fand im Winter statt. Ein Hoodie musste her. Darunter. Ebenfalls darunter, jedoch mit Guckloch: Meine Mudmaster. Im adäquaten Colorway.

Nike im Gesicht? Das wär doch mal was. Dachte ich. Und ich dachte dabei nicht an einen Turnschuh in der Fresse oder ähnliches. Kopfkino aus. Es war bloß der Gedanke an eine neue Sonnenbrille.

Sonnenbrillen trug ich früher ständig. Zu jeder Uhrzeit. Zu jeder Jahreszeit. Von einem Magazin wurde ich einst gefragt, was ich denn für ein Accessoire wäre. Sogar da war Sonnenbrille meine Antwort.

Dumme Frage. Saudumme Antwort. Aus heutiger Sicht. Schließlich bin ich erwachsen. Trotzdem kann ich nicht ohne. Bin heute aber wesentlich uncooler. Im Klartext soll das heißen: Ich trage sie selten(er).

Und jetzt eben Nike. Nike SB. Steht für Skateboarding. Die Brille heißt Flatspot. Nicht zu sportlich. Inspiriert von abgefahrenen Skateboardrollen. Matt schwarz, sehr leicht. Und sie steht mir besser als dem Skull.

Seit zwei Tagen darf ich mich überglücklich schätzen. Aus einer ganz besonderen Perspektive. Aus jener des Arbeitnehmers. Auslöser für diese Glückseligkeit? Unser neuer Firmenstandort. Quasi auf der gegenüberliegenden Straßenseite strahlen unsere brandneuen Büros in einem nicht mal ansatzweise mit der Vergangenheit vergleichbaren Glanz.

Und dem will man(n) logischerweise um nichts nachstehen. Ein neues Schuhwerk muss her. Um die positiven Vibes auf das maximale und nahezu undenkbare Level zu heben. PUMA Clyde. Klassisch im schwarzen Leder und in Anlehnung an meinen ersten richtigen Job. Als PUMA Praktikant versorgte ich neue PUMA Stores mit dem Interieur.

Zur Portion Nostalgie am linken und rechten unteren Ende meines Körpers trägt der obere Teil dasselbe Material. Statt Bändern eben mit Reißverschluss und als Einteiler darf meine Lederjacke am täglichen Weg in die Arbeit nicht fehlen. Denn noch benötigt die Sonnenstrahlung etwas Starthilfe. Temperaturbedingt. Es wird. Daher auch die Brille.

(pics: puma.com, ray-ban.com, zalando.at)

Jeder kennt sie, jeder macht sie. Klassische Fehlkäufe. Ich weiß im Nachhinein dann nie so recht, ob ich dem Geld nachtrauern und mir in den Arsch beißen, oder mich einfach nur selbst auslachen soll. Wird ein Fehlkauf aber schnell genug als ein solcher identifiziert, beantwortet sich die Frage von alleine und die erste Option kann ausgeklammert werden, da zumindest ein Umtausch drin ist.

Ich hab das mittlerweile ganz gut unter Kontrolle, lerne aus Fehlern, kann dennoch nicht totschweigen, dass da bei mir schon ein kleines Vermögen sinnlos über den Ladentisch geflossen ist. Und welch Exoten ich mir dabei so an Land gezogen habe, darf ich euch nun auch nicht länger vorenthalten. Ein Einblick:

Nicht fehlen dürfen hier meine Doc Martens, die ich zumindest einmal getragen habe. Bis ich bemerkte, ihr und ich, das wird nix. Bei der Sonnenbrille wurde ich von meinen Freunden nicht ganz höflich darauf aufmerksam gemacht, dass es sich womöglich um ein Damenmodell handle. Nie trug ich den Hut. Ich habe kein Hutgesicht. Und auch über die bunten Socken traute ich mich nicht drüber. Sie liegen noch heute im Kasten.

(pics: drmartens.com, happysocks.com, hm.com, ralphlauren.de)

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Was soll man dazu sagen? Da träume ich seit jeher von einer G-Shock in meinem höchstfavorisierten 6 Color Desert Camo und mitten in meiner selbstauferlegten antikommerziellen Verzichtsphase dann ausgerechnet das: Die Japaner hauen eine fette Dreierreihe in genau diesem von mir langersehnten Design raus. Ich bitte um eine Runde Mitleid. Danke.

Mein Glück, dass die Dinger diese horrenden Preise haben und 349, 429 oder gar 749 Euro kosten. Ich wäre längst schwach geworden. Somit halte ich meine Authentizität aber weiterhin am Leben und meine Sparphase bleibt aufrechterhalten. Nicht nehmen lasse ich mir jedoch die Gelegenheit, die drei tickenden Kunstwerke in einen Beitrag zu packen.

Und in diesem sollte auch keinesfalls mit weiteren Details gegeizt werden. Die Tarnung wurde dezent zurückgehalten und jeweils vom schwarzen Gehäuse ferngehalten. Beige Elemente sorgen jedoch für den perfekten Einklang zu den Wüstenbändern. Und Solar Energieversorgung, LCD-Display, Twin oder Triple Sensor bringen die Funktionalität auf ein möglicherweise kostenrechtfertigendes Level.

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(pics: gshock.com)

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