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Vorweggenommen: Ich bin nicht militant. Kein Befürworter von Krieg oder Waffen. Klar. Dennoch scheint es da eine nicht nachvollziehbare Verbindung zu militärischen Elementen zu geben. Tief in mir. Unterbewusst. Sei es zu Fluggeräten. Sei es zu Kleidungsstücken.

Wie zu dieser Jacke. Vintage. Aus einem Army Shop. Woher auch sonst. Es war Zufall. Und ein langwieriger Prozess. Skepsis wurde durch oftmalige Anprobe in Glück umgewandelt. Freude kam auf. Über Größe XXL. Und insbesondere über den schreienden Adler am linken Oberarm.

Das Wappen der 101st Airborne Division der US Army. Auch genannt: The screaming eagles. Warum wohl. Eine Luftlandedivision mit fast 300 Helikoptern zur Beförderung tausender Soldaten in feindliches Gebiet. Ich wiederhole: Ich bin nicht militant.

Nach einer Vielzahl an Hubschrauberflügen genießt meine Jacke nun ihren wohlverdienten Ruhestand. In Wien. Erster Spaziergang in Rente fand im Winter statt. Ein Hoodie musste her. Darunter. Ebenfalls darunter, jedoch mit Guckloch: Meine Mudmaster. Im adäquaten Colorway.

Schon lange habe ich Camouflage keinen Beitrag mehr gewidmet. Und noch viel länger nicht meiner hochfavorisierten Wüstentarnung. Bekanntlich ist die Zeit des Sommers mittlerweile auch die Zeit der Affenhitze. Und seit jeher die Zeit der kurzen Hosen.

95 Prozent meiner Shorts stammen direkt aus dem Army Shop. Bedeutet: Funktionalität, bestmögliches Preis-Leistungs-Verhältnis, ewige Lebensdauer und unmöglich zu überbietende Designs.

Als Kulisse meiner kopflosen Selbstablichtung diente diesmal die Albertina. Ein künstlerischer Schachzug, der nicht von Ungefähr kommt. Denn Tarnmuster stellen für mich persönlich immer auch Kunstwerke da.

Zu den gelobten Wüstenshorts wählte ich ein simples schwarzes T-Shirt und das gewohnte Schuhwerk aus dem Hause Jordan. Diesmal in den Teamfarben der Chicago Bulls. Und auch meine Tattoos haben was davon. Von den kurzen Hosen.

Am Freitag war der erste Tag, an dem in Teilen Österreichs die 30-Grad-Marke erreicht wurde. Und ich leider nicht in der Sonne. Vielmehr im Auto und quer durch das Land unterwegs. Beruflich. Nicht nehmen ließ ich mir einen Zwischenstopp am Heimweg. Nach getaner Pflicht und Nahe Linz. Bei einem Army Shop, der mir bereits öfter auffiel.

Ich wurde fündig. Eine kurze Hose im Tigerstreifen Camouflage. Unlängst habe ich über diese Form von Tarnmuster geschrieben. Nun kann ich die schwarzen Streifen auf grünem Background endlich tragen und obendrein Sonnenstrahlen genießen. Doch mein erstes Outfit ist zwiespältig. Sind es nämlich nicht ausschließlich meine Shorts, die hier rausstechen.

Ebenfalls in die Augen springen euch mein Dez Bryant Jersey der Dallas Cowboys und meine Dunks als perfekte Teamfarbenkombo an den Füßen. Blauweiß zu schwarzgrün. Ein verwirrendes Spiel für die Augen. Ein nicht definierbarer Fokus. Durchaus gewagt. Möglicherweise zu viel des Guten. Oder einfach nur gut. Jedenfalls mag ich Kontroverse.

Den Großteil meines Camo-Zeugs kaufe ich in Army Shops. Direkt an der Quelle quasi. Ihr wisst. Preise okay, unzerstörbar und völlig authentisch. Jetzt kommt das Aber. Es handelt sich um Uniformen. Heißt, dass da draußen nicht nur ich damit herumlaufe. Individualisierung muss also her. Um die Authentizität aufrechtzuerhalten, am besten ebenfalls direkt aus dem Army Shop.

Und zwar mit originalen Militärabzeichen zum Aufnähen. Gesagt, getan. Nur liegt das Ganze mittlerweile eineinhalb Jahre in der Vergangenheit. Danach folgte der Nähauftrag an meine Mama. Wirklich ernst genommen wurde dieser erst vor einigen Wochen. Als ich zornig feststellen musste, dass mein Tarnhemd immer noch nackt im Kasten lag.

Nun aber dürft ihr mich Tomcatter nennen. Das Strike Fighter Squadron 31 mit Felix The Cat im Logo flog in den Neunzigern die populäre F-14 Tomcat. Daher. Mittlerweile aber umgerüstet auf die hochmoderne F/A-18E Super Hornet. Dazu trag ich ein Corporal Abzeichen. Und wer findet den Fehler? Die Tomcatters gehören zur US Navy, nicht zur US Air Force. Unikater geht’s nicht.

Liebe Freunde, heute beehre ich euch mit Teil Nummer zwei meiner Army Shop Top 5 Story. Dieses Mal in der Hauptrolle: Meine fünf Lieblingskleidungsstücke, die ich mir direkt aus diesen für mich magischen Militärramschläden hole. Was die innige Beziehung zwischen Army Shops und mir auslöste, ich weiß es nicht. Genieße es aber.

Denn nirgendwo sonst bekommt ihr authentischere Camo Teile und nichts peppt eure Outfits mörderischer auf, als ein Tarnmuster. Geht absolut immer, für mich der Alltime Burner schlechthin. Military Style hat längst die Laufstege unseres Planeten erobert.

Nun aber zu den Hauptdarstellern: Meine Altama Desert Boots von Jotex aus der Lerchenfelder Straße. Mein Feldhemd von The Merchant aus der Schleifgasse. Mein sommerlicher Boonie Hat, ebenfalls von dort, genauso wie meine Cargo Pants im selbigen Desert Camo Style. Und schließlich meine Alpha Industries Bomber Jacke. Mittlerweile habe ich drei davon. Kriegt ihr in der Zieglergasse 1.

Aber bitte allerhöchste Vorsicht: Camo stets in Maßen genießen. Klartext: Maximal ein getarntes Teil tragen. Sonst wird’s schnell lächerlich.

(pics: acu.com, alphaindustries.com, altama.com, armyonlinestore.com, miltec.de)

(pics: acu.com, alphaindustries.com, altama.com, armyonlinestore.com, miltec.de)