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Den heutigen Beitrag widme ich einem Künstler aus der Szene der Electronic Dance Music, der jeden von euch ein Begriff sein sollte. Auch wenn euch dieses Genre noch so fremd erscheint. Womöglich polarisiert kein anderer DJ und Producer mehr als dieser Mann. Tatsache ist aber, er zählt zu den ganz Großen im Business.

David Guetta. In wenigen Wochen feiert der stets lächelnde Franzose sein 50-jähriges Bestandsjubiläum auf unserer Erde und zeigt sich keineswegs müde. Denn heuer veröffentlichte der zweifache Grammy-Gewinner bereits Studioalbum Nummer sieben.

Offiziell als Fan outete ich mich nachdem ich David zum ersten Mal live auf der Bühne im Rahmen des Ultra Music Festivals erlebte. Die positivste Überraschung überhaupt. Denn auch ich ließ mich zunächst von seinen Gegnern beeinflussen. Diese verzeihen ihm die Vorreiterrolle in der Kommerzialisierung der elektronischen Musik bis heute nicht.



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Nein. Ich habe weder einen Schaden, noch habe ich das Schreiben verlernt. So klingt lediglich das Intro zu diesjährigen Hardwell Auftritten. Einer davon hat einen bleibenden Eindruck bei mir hinterlassen. Was möglicherweise darauf zurückzuführen ist, dass ich ihn live miterleben durfte. Nämlich jener in Split. Im Juli am Ultra Europe.

Der holländische Noisemaker brachte nicht nur damals ein Stadion zum Beben, er bringt mir auch heute noch regelmäßig Sommer und Party Vibes in mein Wohnzimmer. Immer dann, wenn ich mir den Live Set von damals reinziehe und mich an die warme und laute Zeit zurückerinnere. Es gibt nur zwei Schönheitsfehler: Craig David und Pokémon. Reinhören und ihr wisst Bescheid.

Von Rap ging’s über Falco zurück in die Welt der elektronischen Tanzmusik. Ein klangtechnisches Chaos? Fehlanzeige! Willkommen in meinem Musikgeschmack. Ebenfalls willkommen darf ich heute the one and only Steve Aoki heißen. Dem in Miami geborenen und in Japan verwurzelten DJ und Producer ist der heutige Beitrag gewidmet. Und seinem jüngsten Baby: Neon Future Odyssey.

Sein an der Zahl siebentes Album feierte im Oktober 2015 die große Release Party, der Aufwand dahinter dürfte vergleichsweise eher beschränkt gewesen sein. Neon Future Odyssey vereint nämlich die beiden Erfolgsalben Neon Future I und Neon Future II. Und ein paar zusätzliche Tracks draufgehauen. In Summe 28, die perfekt in mein Portfolio passen: Progressive House der härteren Sorte.

Bedauerlicherweise finden legendäre Bühnenaktionen wie der noch harmlose und zum Markenzeichen geworden Tortenwurf in Richtung Publikum auf Neon Future Odyssey keinen Platz, Features wie will.i.am, Kid Ink, Linkin Park, Snoop Lion oder Headhunterz machen diese visuelle Absenz aber problemlos weg. Von den Steve Aoki Beats sprech ich erst gar nicht. Crazy.



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Am Donnerstag lädt Swatch ins Chaya Fuera ein. Der Grund: Der Startschuss zu Kick The Mix darf gebührend gefeiert werden. Kick The Mix ist ein für heimische Talente kreierter DJ-Contest. Der offizielle Kick-Off findet inklusive Pressekonferenz bereits am späten Nachmittag im 25hours Hotel statt, im Chaya darf dann quasi die Fachjury beweisen, ob sie ihrer Position auch würdig ist.

MÖWE, Rudy MC und 2:tages:bart sorgen nämlich nicht nur für die musikalische Untermauerung der Kick-Off-Afterparty, sie sind es auch, deren Kritik die Contest-Teilnehmer ausgesetzt sind. Und teilnehmen könnt auch ihr. Vorausgesetzt ihr ladet euer 30-minütiges Mixtape bis einschließlich 10. April auf Soundcloud hoch. Aber alles Genauere findet ihr auf der Swatch Webseite.

Jedenfalls erwarten dem Sieger ein Jahr lang Booking Management, Auftritte auf einem österreichischen Festival, bei internationalen Swatch Events und eine Tour mit Rudy MC. Das ist doch was. Und wer’s DJ-technisch nicht so drauf hat, dafür aber partymäßig, darf gerne mit mir am Donnerstagabend die Sau rauslassen. In diesem Sinne: Swatch Up Your Night!

Hardwell wurde als 16-Jähriger in einer TV-Show belächelt, als er offen über seinen großen Traum sprach. Weltbester DJ zu werden, das träumte er. Weltbester DJ werden, das wollte er. Und weltbester DJ, das wurde er. Ein Jahrzehnt später stand er bei der DJ-Mag Top-100-DJ-Wahl 2014 schließlich ganz oben.

Seitdem lebt Robbert van de Corput diesen Traum und genau darum geht’s in seiner zweiten Doku „I AM Hardwell – Living the Dream“, die letzten Freitag endlich erschienen ist. Endlich deswegen, da die Kinopremiere in Amsterdam bereits im Oktober war, der Film nie in Österreich lief und ich mehrere Monate warten musste.

Es hat sich ausgezahlt, soviel vorweggenommen. Im Fokus steht die Frage, was passiert, wenn man am Ziel seiner Träume ist. Und wie man mit einem Leben im Zentrum der Kritik umgeht. Denn es ist immer leichter nach oben zu kommen, als dort zu bleiben. Sehr sehenswert. Sofern Ihr was mit elektronischer Tanzmusik anfangen könnt.

(pic: iamhardwell.com)