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Liebe Leute. Heute präsentiere ich euch ein Video, das nicht unwesentlich dazu beitrug, mein Leben oder besser gesagt meinen Lifestyle in eine Bahn zu führen, der ich bis heute treu bin. Und mit ziemlicher Sicherheit niemals verlassen werde. Die Bahn einer eigenen Kultur. Jene des Hip Hop.

Ein Film mit Heiligtumstatus unter meinen persönlichen Besitztümern. Style Wars heißt der audiovisuelle Schatz und kommt straight aus dem New York City der 80er Jahre. Eine Dokumentation, die sich größtenteils um Graffiti dreht, aber auch Hip Hop Elemente wie Rap und Breakdance enthält.

Jedoch aus der Gesamtperspektive. Interviewt werden neben Künstler auch Polizisten und der damalige Bürgermeister. Ein gesprühtes Werk bedeutet nämlich nicht für jeden Kunst. Und bedeutet in den meisten Fällen auch Gesetzeswidrigkeit. Und für mich Feigheit. Somit schaffte ich es nie an die Wand.

Penzing. Ende November. Sonntag Abend. Kurz nach 20 Uhr. Ich war am Heimweg vom Training. Ging zwischen U-Bahn und der Wohnung meiner Freundin. Ich zog mein Handy. Machte ein Foto. Steckte es ein. Ging weiter.

Ein Polizeiwagen fuhr neben mir. Ein kurzer Blick nach links. Ich ging weiter. Der Wagen fuhr weiter neben mir. Im Schritttempo, meinem Schritttempo. Er blieb stehen. Polizei stieg aus. Fragte mich, ob ich kurz Zeit habe.

Personenkontrolle war angesagt. Ich zeigte meinen Personalausweis und wurde gefragt, was ich denn gerade gemacht hatte. Ein Foto war es. Den Grund wollten sie wissen. Das Motiv gefiel mir, was sonst!? Eine Rucksackkontrolle folgte.

Keine Spraydosen in meiner Tasche. Meine Fotoaussage musste wohl stimmen. Sie machten einen Abgang. Lächerlich. Hat unsere Exekutive denn nichts wichtigeres zu tun, als harmlose Street-Art-Bewunderer zu nerven?

Heute steht wieder ein Update am Programm. Ein Update in Sachen Street Art. Nachfolgend dürft ihr wieder die neuesten Errungenschaften meiner Telefonkamera von den Straßen Wiens begutachten. Bunt durchgemischt und spontane Entdeckungen während meiner Spaziergänge oder Jogging Sessions.

Wien hat so einiges zu bieten. In naher Zukunft werde ich mir gezielt Locations vornehmen, wo es nur so an bunten Schätzen wimmelt. Den Donaukanal beispielsweise. Seit meiner letzten Fototour wurde so ziemlich alles übermalt. Oder den Wien Fluss stadtauswärts Richtung Westen. Ebenfalls eine kleine Goldgrube. Um nur zwei Beispiele genannt zu haben.

Seit Berlin bin ich eher spazierfaul. Aber das sollte schleunigst geändert werden, um die soeben groß angekündigten Vorhaben auch zeitgemäß in die Tat umzusetzen. Außerdem soll es gesund sein, wenn man viel Zeit draußen in der Kälte verbringt. Sagt man. Ich werde es mir zu Herzen nehmen. Und Kamera und Liebling zu Händen.

Bei der Durchsicht der Fotos auf meiner Kamera, die ich am Wochenende in Berlin so knipste, springt mir vorzugsweise bunter Lack entgegen. Bunter Lack, klebend auf den Wänden und Türen Kreuzbergs. In Form von Schriftzügen, Mustern, Tags und Figuren aus der Dose.

Kreuzberg. Früher ein eigenständiger Bezirk im Berliner Herzen, seit 2001 Hälfte des zusammengelegten Bezirks Friedrichshain-Kreuzberg. Künstlerisch und kreativ. Heute zusätzlich leider hip und sehr begehrt. Zu begehrt. Und zum Leid jener, die Kreuzberg groß machten.

Über Graffiti lässt sich streiten. Schmierereien bis Sachbeschädigungen für die einen, Lifestyle bis Kunst für die anderen. Ich zähle zu den anderen. Und Berlin ist ein idealer Schauplatz. Eine riesige Outdoor-Vernissage, an der ich dieses lebendige Abgefuckte so liebe. Danke und bis bald.

Bald ist es ein halbes Jahr her. Mein Rückzug aus Instagram. Ein Schritt, der damals bitter notwendig und längst überfällig war. Eine oberflächliche Pseudogesellschaft, die sich selbst so sehr verarscht wie ihre Fanboys und Fangirls.

Durchaus hat(te) Instagram auch seine Daseinsberechtigung. Fotos teilte ich gerne. Niemals von meinem Gesicht. Ich bin nicht wie die. Hingegen postete ich Street Art. Beispielsweise. Direkt von den Wänden Wiens. Und ganz ohne Fake.

Das nicht zu vermeidende Ende meiner Instagram Ära hinderte mich aber in keiner Weise daran, weiterhin Bilder zu schießen und Kunstwerke der Straßen festzuhalten. Und zu teilen. Denn auch dazu benötige ich kein verlogenes Netzwerk.

Ich habe mein eigenes Portal. Da, wo ich im Viertagesrhythmus Beiträge für euch schreibe und da, wo ich ich bin und mich für niemanden und kein Geld der Welt verbiege. Und genau da werde ich nun regelmäßig meine visuellen Impressionen veröffentlichen.