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Heute steht wieder ein Update am Programm. Ein Update in Sachen Street Art. Nachfolgend dürft ihr wieder die neuesten Errungenschaften meiner Telefonkamera von den Straßen Wiens begutachten. Bunt durchgemischt und spontane Entdeckungen während meiner Spaziergänge oder Jogging Sessions.

Wien hat so einiges zu bieten. In naher Zukunft werde ich mir gezielt Locations vornehmen, wo es nur so an bunten Schätzen wimmelt. Den Donaukanal beispielsweise. Seit meiner letzten Fototour wurde so ziemlich alles übermalt. Oder den Wien Fluss stadtauswärts Richtung Westen. Ebenfalls eine kleine Goldgrube. Um nur zwei Beispiele genannt zu haben.

Seit Berlin bin ich eher spazierfaul. Aber das sollte schleunigst geändert werden, um die soeben groß angekündigten Vorhaben auch zeitgemäß in die Tat umzusetzen. Außerdem soll es gesund sein, wenn man viel Zeit draußen in der Kälte verbringt. Sagt man. Ich werde es mir zu Herzen nehmen. Und Kamera und Liebling zu Händen.

Schlecht geraten, wenn ihr gedacht habt, meine Street Art Impressionen aus Kreuzberg wären das höchste der Gefühle hinsichtlich meiner Reiseberichterstattung aus der Deutschen Hauptstadt. Viel zu schön waren die vier Tage und viel zu viele Fotos habe ich geknipst, um nicht zumindest noch einen zweiten Artikel zu bringen.

Et voilà! Zu feiern gibt es neben einer weiteren erfolgreich gemeisterten Etappe bei der Unterdrückung meines innerlichen Kaufdrangs auch die Aufrechterhaltung meiner hundertprozentigen Berghain-Eintrittsquote. Keine neue Klamotten also. Und vor allem kein neuer Schuh. Aber Party. Bis ich auf einem Barhocker einpennte.

Ein Andenken wurde dennoch erworben oder besser gesagt gestochen. Unter die Haut. Für mich nicht nur ein Zeichen besonderer Momente und einer besonderen Reise, vielmehr der Beweis, den richtigen Menschen an seiner Seite zu haben. Jemand, mit dem man noch viele Kilometer fliegen und durch fremde Städte spazieren will.

Bei der Durchsicht der Fotos auf meiner Kamera, die ich am Wochenende in Berlin so knipste, springt mir vorzugsweise bunter Lack entgegen. Bunter Lack, klebend auf den Wänden und Türen Kreuzbergs. In Form von Schriftzügen, Mustern, Tags und Figuren aus der Dose.

Kreuzberg. Früher ein eigenständiger Bezirk im Berliner Herzen, seit 2001 Hälfte des zusammengelegten Bezirks Friedrichshain-Kreuzberg. Künstlerisch und kreativ. Heute zusätzlich leider hip und sehr begehrt. Zu begehrt. Und zum Leid jener, die Kreuzberg groß machten.

Über Graffiti lässt sich streiten. Schmierereien bis Sachbeschädigungen für die einen, Lifestyle bis Kunst für die anderen. Ich zähle zu den anderen. Und Berlin ist ein idealer Schauplatz. Eine riesige Outdoor-Vernissage, an der ich dieses lebendige Abgefuckte so liebe. Danke und bis bald.

Bald ist es ein halbes Jahr her. Mein Rückzug aus Instagram. Ein Schritt, der damals bitter notwendig und längst überfällig war. Eine oberflächliche Pseudogesellschaft, die sich selbst so sehr verarscht wie ihre Fanboys und Fangirls.

Durchaus hat(te) Instagram auch seine Daseinsberechtigung. Fotos teilte ich gerne. Niemals von meinem Gesicht. Ich bin nicht wie die. Hingegen postete ich Street Art. Beispielsweise. Direkt von den Wänden Wiens. Und ganz ohne Fake.

Das nicht zu vermeidende Ende meiner Instagram Ära hinderte mich aber in keiner Weise daran, weiterhin Bilder zu schießen und Kunstwerke der Straßen festzuhalten. Und zu teilen. Denn auch dazu benötige ich kein verlogenes Netzwerk.

Ich habe mein eigenes Portal. Da, wo ich im Viertagesrhythmus Beiträge für euch schreibe und da, wo ich ich bin und mich für niemanden und kein Geld der Welt verbiege. Und genau da werde ich nun regelmäßig meine visuellen Impressionen veröffentlichen.

Mittlerweile reichen zum Zählen keine zwei Hände mehr. In meinen vier Wänden sind sie längst in der Überzahl. Bewegen sich nicht. Grinsen aus jeder Ecke. Starren mich an. Sagen nichts. Aber machen meine Räume schön. Totenköpfe.

Style in einer unheimlichen Art und Weise. Unheimlich im wahrsten Sinne des Wortes. Gruselig bis böse. Wäre da nicht diese Extravaganz. Künstlerische Eleganz. Fast schon glamourös. Meine Vorliebe für das gewisse Extra.

15 an der Zahl. Verchromt, vergoldet, transparent, schwarz, weiß, bunt oder verziert. Als Flasche, als Trinkglas, als Kerzenständer, als Schale oder schlichtweg als Dekorationselement. Sogar in meiner Haut. Dann sind es aber 16.

Wahre Klassiker die kleinen Kerle. In modetechnischer Hinsicht dennoch nicht überall und jederzeit tragbar. Aber wohnmodetechnisch überall und jederzeit anwendbar. Schrill, bizarr und stilvoll. Todschicker Glanz für meine Wohnung.