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Es passierte neulich an einem Feierabend während ich das Bürogebäude verließ. Smartphone in der Hand, Kopfhörer in den Ohren, Daumen am Play-Button. Musik kam keine. Stattdessen hob mein Telefon ab. Das Kabel der Kopfhörer verhängte sich an der Türschnalle. Und das Display küsste einen Pflasterstein.

Kein zärtlicher Kuss. Das Resultat: Tausende Splitter und Display komplett im Arsch. Ich ebenso. Gewiss ein First-World-Problem. Aber wer kann heutzutage noch ohne Smartphone? Ich nicht. Und schon gar nicht kann ich mir jederzeit ein neues Handy leisten. Aber Ende gut, alles gut. Und Display gut. Es konnte ausgetauscht werden. Binnen 30 Minuten.

Nun weiß ich endlich, wieso diese kleinen Handyshops überleben können. Zu den Stammkunden werde ich hingegen nie zählen. Aus Fehlern lerne ich auch weiterhin und sorgte vor: Meine beiden Smartphones (inklusive Firmenhandy) tragen nun Nike Sohlen. Air Force 1 und Cortez. Robust und gewöhnungsbedürftig bis hässlich, aber zweckdienlich. Und nachhaltig. Die Hüllen bestehen aus recycelten Schuhsohlen.

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Musik höre ich großteils über mein Smartphone. Entweder mit den Kopfhörern unterwegs, mit selbigen im Büro, oder zu Hause über Bluetooth und Lautsprecher. Wenn nicht über mein Smartphone, dann mit dem Laptop. Andere Optionen existieren so gut wie nicht.

Aber es gab Einschränkungen. Meinen schlechten Tarif zum Beispiel. Überteuert und wenig Datenvolumen. Ständig musste ich Volumen zukaufen. Und zum anderen Apple: iTunes und die Musik App. Beides von mir gehasst. Umständlich und unübersichtlich.

Lösungen mussten her. Nummer eins hieß Spotify. Zum Streamen benötigte ich aber eine ordentliche Basis an Datenvolumen. Somit kündigte ich meinen Vertrag und stieg auf Wertkarte um. Billiger, keine Bindung und das Siebenfache an Volumen.

Keine nervigen Downloads mehr. Kein Frust über einen nicht gefundenen Track. Freude über für mich zugeschnittene Mixtapes. Tracks, die Spotify basierend auf meinem Geschmack vorschlägt. Und Freude über die Playlists meiner Freunde und Lieblingskünstler, denen ich nun folgen kan.

Ich bin musiksüchtig. Kopfhörer in die Ohren und volle Dröhnung. Bei jeder Gelegenheit. Längere Zeit gab’s das aber nur noch mit negativem Beigeschmack. Mein heißgeliebtes iPhone 4 war randvoll. Ich konnte nichts mehr raufladen und die Geschwindigkeit zahlreicher Apps war katastrophal.

Als dann der Tag kam, an dem ich mir das iPhone 6 mit genügend Speicher zulegen wollte (leisten konnte), musste ich wohl oder übel zur Kenntnis nehmen, dass das Sechser mit 64 oder 128 GB bei meinem Anbieter nicht verfügbar ist. Sehr wohl scheinen beide aber im Sortiment auf. Mein Ärger war riesengroß.

Eine Lösung musste her. Ein iPhone 6 mit nur 16 GB hilft mir alleine nichts. Mein jetziger Speicher hat das ebenfalls. Daher weg von iTunes und meine Musik bei einer Plattform wie Spotify anmieten? Nein! Dafür ist mir meine Sammlung zu groß, ebenso möchte ich meine Musik besitzen und diese offline ohne viel Aufwand hören können.

So wurde es ein iPod nano. Ich muss jetzt zwar ein zusätzliches Gerät einstecken, aber aufgrund der minimalen Größe ist das kein Nachteil. Die Kapazität reicht für die nächsten Jahre vollkommen aus, da ich diese gänzlich für Musik verwenden kann. Und das Allerbeste: Mein iPhone4 bleibt mir erhalten. Ohne Musikdateien läuft alles wieder superschnell und auch der Akku dankt es mir.

(pic: apple.com)

(pic: apple.com)