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Styletechnisch werden viele Stücke ewig in mir verankert sein. Basketballschuhe der alten Schule, Uhren aus Gummi, Sporttrikots. Seit je her und auf ewig. Vergöttert und getragen. Von meiner Wenigkeit.
 
Dem gegenüber steht Veränderung. Vieles gefiel mir, was ich mittlerweile aber für untragbar halte. Musterbeispiel: Baggy Pants. Ab den späten Neunzigern trug ich sie. Oder eher sie mich. Ich war eine halbe Portion und hatte in meiner Konstellation mindestens drei Mal in diesen Dingern Platz.
 
Der Einfluss kam vom Rap. Immer schon ein Wannabe Gangsta. Problemlos verstaute ich darin meinen Discman. Das ist der Vorreiter des MP3 Players. Ein portabler CD-Player. CDs waren Musikdatenträger. In Scheibenform.
 
Zurück zu den Baggy Pants. Levi’s bringt sie nun wieder auf die Bildfläche. Ein gewagtes Experiment. Nur für Mädels. In Versuchung wäre ich ohnehin nicht gekommen. Mittlerweile so furchtbar wie Glockenhosen. Die trug ich nie.

(pics: © Levi’s®)

Als Kind war ich schwer begeistert von Lastwägen. Speziell von American Trucks. Trucker wollte ich aber nie werden. War wahrscheinlich auch gut so. Zum Großteil sind sie arme Schweine. Ausgebeutet und am Ende der „Nahrungskette“. Als Angestellter mit logistischem Background weiß ich wovon ich spreche. Schreibe.

Nichtsdestotrotz feiert ein Kleidungsstück, das seinen Namen aus dem Berufsfeld der Trucker erhielt, heuer seinen 50. Geburtstag. Die Levi’s Type III Trucker Jacket. Ihres Zeichens Jeansjacke. Geboren wurde der Klassiker mit dem Namen 70505. Seitdem entwickelte sie sich nicht nur namentlich weiter.

Ihrer typischen Linie ist sie jedoch stets treu geblieben und hat nie wirklich etwas von ihrem Wiedererkennungswert eingebüßt. Gut so. Auch die Trägerwelt weitete sich schnell aus und so landete die Trucker Jacket auf Rockbühnen, auf Cowboy Pferden und logischerweise auch auf den Straßen. Happy Birthday.

(pics: © Levi’s®)

Wir befinden uns im dritten Drittel des Monats August. Stockfinsternis kehrt bereits vor 21 Uhr ein. Die Tage werden also kürzer. Und es kühlt ab. Speziell und schon regelmäßig in den Nächten. Letztere Veränderung kommt mir nicht ungelegen.

Primär entspanne ich an Abenden wieder. Unmöglich bei einer Wohnzimmerschwüle jenseits der 25-Grad-Grenze. Sekundär kann ich langsam wieder Jacke tragen. Aktuell Jeansjacke. Mein blaues Souvenir aus Amsterdam.

Bis zur bevorstehenden Hitzewelle und in geschwisterlicher Kombination mit Jeans. Gut eignet sich dafür unterschiedlicher Denim. Obwohl diesbezüglich die Meinungen auseinandergehen. Ich steh aber drauf. Und dazu.

Schuhtechnisch dürfen wir beim heutigen und spätsommerlichen Denim Outfit einen ganz besonderen Gast begrüßen: Meinen Converse Pro Leather. Simple, clean und die Bezugsquelle bleibt mein Geheimnis.

(pics: footlocker.com, hm.com, kickz.com)

Die Mutter aller Jeansproduzenten hat mich nun also auch in den Bann gezogen. Spät, aber doch. Außenseiter, Querköpfe, Rebellen und Subkulturen fühlten sich seit jeher von der Marke angesprochen und prägten sie. Schicksal oder Zufall, dass nun auch ich mich angezogen fühle?

Fakt ist jedenfalls, dass Musik immer ein wesentlicher und entscheidender Faktor für Levi’s gewesen ist. Das Label holte sich stets Inspiration auf den Rockbühnen und die Künstler selbst machten die Klamotten straßentauglich und das Label letztendlich auch groß.

Speziell die Sechziger und Siebziger waren in dieser Hinsicht ein entscheidendes Zeitalter. Mit der bevorstehenden Fall/Winter 2017 Kollektion reist Levi’s zurück zu seinen Wurzeln in genau diese prägenden Jahre. Nachfolgend ein kleiner Ausschnitt zum Eintauchen in die neue alte Produktreihe.

(pics: © Levi’s®)

Das ist nicht etwa eine Notrufnummer. Auch kein Geheimcode. Es ist der Name meiner neuen Lieblingsjeans. Die 512 Slim Taper von Levi’s. Lange Zeit war ich auf der Suche nach einer Jeans nach meinen Vorstellungen. Nun hab ich sie.

Fündig wurde ich spontan. Warum nicht Levi’s? Und ich wagte mich endlich heraus aus dem Terrain des bis dahin von mir vorgezogenen holländischen Jeansherstellers. Dessen Modelle ich immer mit mindestens einem zugedrückten Auge trug. Also nie zur Gänze zufrieden war.

Entweder waren sie mir unten im Abschluss zu weit, oder der Schnitt der Hosentaschen am Arsch gefiel mir nicht. Und waren mal beide Kriterien gegeben, sah ich aus wie in Leggings. Aber zurück zu Levi’s und meiner 512. Oben etwas weiter, enger Abschluss, durchweg schlicht. Perfekt für mich.