Posts tagged mumok

Choose another tag?

Seit gestern weiß ich, wer der Schöpfer dieser transdanubischen Skulptur mit den silbernen Alienbabies ist, die neben dem DC Tower steht. Bruno Gironcoli hieß der gute Mann. Ein österreichischer Künstler, der uns 2010 im 73-jährig verließ und sein Unwesen als Maler und Bildhauer trieb.

In der Arbeit schüchtern bleiben lautet der Titel der Gironcoli gewidmeten Ausstellung, die seit Anfang Februar und bis Ende Mai auf zwei Etagen des mumok läuft. Und im Innenhof des Museumsquartiers, wo ebenfalls Skulpturen ausgestellt sind. Wuchernde futuristische Objekte in Gold, Silber oder Bronze.

Die Kunst des gelernten Schmieds empfand ich als irritierend. Die Skulpturen, die mich teilweise an überdimensionale Sexspielzeuge erinnerten, entstanden zunächst auf Papier. Mit Metallpulverfarbe und Tusche. Mehr als bloß Entwürfe. Eine Vielzahl an Gemälden entsprangen, auf denen mich vögelnde Hunde, Paviane und umgedrehte Menschen verfolgten.

An der Kunst schätze ich in den Spielraum für Interpretation. Sowohl auf der Seite des Schöpfers, als auch auf der Seite des Betrachters. Der Anlass, sich mit einem Gegenstand gedanklich auseinanderzusetzen. Und die kreative Realisierung dieser Gedanken. Zweiteres gilt nur für den Schöpfer. Dieser ist hier und heute aber zweitrangig.

Denn für alle Betrachter dieser Stadt habe ich etwas ganz Besonderes: 30000 Quadratmeter Kunst, 365 Tage lang und das auf nur vier Gramm Gewicht. Die MQ Jahreskarte 2018. Voraussetzungen: Kunstinteresse, 79 Euro und Handlungsschnelle. Schließlich ist die Karte nur noch bis Ende Jänner erhältlich.

Wer also Bock auf Kunst bekommen hat oder seinen Liebsten eine nachweihnachtliche Freude machen möchte, sollte sich auf dem Weg in den MQ Point im Haupteingang des MuseumsQuartier machen. Denn „freier“ Eintritt zu allen Ausstellungen im Leopold Museum, in der Kunsthalle Wien und im mumok hat schon seine Reize.

(pic: mqw.at)

Heute gibt’s wieder Kunst. Farbenfrohe Kunst. Mit dabei: Familie Ludwig. Irene und Peter Ludwig verfügen nämlich über die größte Sammlung amerikanischer Pop Art außerhalb der US-Grenzen. Und im mumok könnt Ihr diese aktuell und sogar noch bis September bestaunen. So wie ich. Ich war soeben dort.

Pop-Motive entspringen dem Alltag, den Massenmedien und dem Konsum. Entstanden in den USA und in England, gelang dieser Kunstrichtung der Durchbruch in den Sechzigern. Nicht zuletzt wegen des steigenden Wohlstands in der Nachkriegszeit. Die stets realen Werke zielen auf aktuelle Geschehnisse innerhalb der Gesellschaft ab, häufig verüben Künstler so aber auch Kritik.

Zurück ins mumok. Die Ausstellung verteilt sich auf vier Ebenen und beinhaltet jede Menge Bilder und Skulpturen. Mit Andy Warhol oder Roy Lichtenstein, um nur zwei von ihnen zu nennen, entstammen die Werke auch den absoluten Helden dieser Szene. Pop Art auf allerhöchstem Niveau sozusagen. Und das in Wien. Eurem Wochenendausflug ins Museum sollte also nichts mehr im Wege stehn.

Übrigens, mein Highlight: Batmobile. Batman und Robin in Öl. Es überragt alles, ihr werdet sehn ;)

wien-ausstellung-pop-art-kunst-museum-mumok-ludwig-1
wien-ausstellung-pop-art-kunst-museum-mumok-ludwig-2
wien-ausstellung-pop-art-kunst-museum-mumok-ludwig-3
wien-ausstellung-pop-art-kunst-museum-mumok-ludwig-4
wien-ausstellung-pop-art-kunst-museum-mumok-ludwig-5
wien-ausstellung-pop-art-kunst-museum-mumok-ludwig-6
wien-ausstellung-pop-art-kunst-museum-mumok-ludwig-7
wien-ausstellung-pop-art-kunst-museum-mumok-ludwig-8
wien-ausstellung-pop-art-kunst-museum-mumok-ludwig-9