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Liebe Leute. Heute präsentiere ich euch ein Video, das nicht unwesentlich dazu beitrug, mein Leben oder besser gesagt meinen Lifestyle in eine Bahn zu führen, der ich bis heute treu bin. Und mit ziemlicher Sicherheit niemals verlassen werde. Die Bahn einer eigenen Kultur. Jene des Hip Hop.

Ein Film mit Heiligtumstatus unter meinen persönlichen Besitztümern. Style Wars heißt der audiovisuelle Schatz und kommt straight aus dem New York City der 80er Jahre. Eine Dokumentation, die sich größtenteils um Graffiti dreht, aber auch Hip Hop Elemente wie Rap und Breakdance enthält.

Jedoch aus der Gesamtperspektive. Interviewt werden neben Künstler auch Polizisten und der damalige Bürgermeister. Ein gesprühtes Werk bedeutet nämlich nicht für jeden Kunst. Und bedeutet in den meisten Fällen auch Gesetzeswidrigkeit. Und für mich Feigheit. Somit schaffte ich es nie an die Wand.

Stille Nacht, heilige Nacht. Alles schläft, einsam wacht. Nur das traute hochheilige Paar. Holder Knabe im lockigen Haar. Schlaf in himmlischer Ruh, schlaf in himmlischer Ruh. Und das ist das Stichwort. Ruhe. Himmlische Ruhe. Wieso?

Ganz verstehen kann ich es nicht. Adventszeit und Weihnachten, Zeit der Besinnung und Stille. Auf einmal werden alle so gut, friedlich, familiär und sogar romantisch. Als ob dafür nicht auch Zeit im restlichen Jahr wäre, muss für ein paar Tage gekünstelt werden.

Und das alle Jahre wieder. Genauso wie diese goldglänzenden Blogger- oder korrekt gesagt Werbeschlampen-Adventskalender, die Jahr für Jahr das Internet verseuchen. Nicht mit mir und getreu meiner Linie mal wieder ein etwas anderer Weihnachtsbeitrag.

Pünktlich am 24. darf ich euch in meiner ganz und gar nicht stillen Nacht willkommen heißen. Gangsta Rap steht am Programm und nachfolgend eine kleine Weihnachtsplaylist mit Snoop, Eminem und Eazy-E. Lustig bis obszön und nicht ganz jugendfrei. Frohe Weihnachten.



Eminem und seine Musik hatten von Beginn an große Bedeutung für mich. Ein Rapper, dessen Karriere ich von der ersten Stunde an mitbekommen habe. Dessen Songs und besonders dessen Style mich in meiner Jugend prägten. Und ewig in mir verankert sein werden.

Vor fünf Tagen erschien Revival. Eminems neuntes Soloalbum. Der Titel steht für Wiederbelebung. Nach vier Jahren Abstinenz und einem Beinahe-Tod an Überdosis im Jahre 2007 nicht zu unrecht gewählt. Mit dabei: Beyoncé, Ed Sheeran, Alicia Keys, Pink und Skylar Grey.

Die Folge: Sehr viel Pop. Teilweise auch rockig. Geschmacksache. Der mittlerweile 45-Jährige aber charismatisch, energisch, laut und technisch höchstwertig wie in guten alten Zeiten. So geht Rap. Kein Mumble „Rap“, den auch Eminem hier mit Chloraseptic angreift. Pluspunkt.

Ebenso Inhalt: Politik. Trump als Spalter der Gesellschaft oder Atomwaffen in Nordkorea. Und Gesellschaft. Rassismus und Polizeigewalt. Und persönliche Themen. Die Verarbeitung seiner Ehe und nicht (mehr) zu erfüllende karrieretechnische Erwartungen. Reinhören.


Los Angeles am 26. März 1995. Als Rap noch richtig roher und ehrlicher Gangsta Rap war. Als deren Akteure noch in Lowrider durch ihre Hood cruisten. Einer von ihnen schloss an diesem Tag für immer seine Augen: Eazy-E. Geboren als Eric Lynn Wright. Knapp 31 Jahre davor. In Compton.

Eazy-E gehörte zu den Pionieren des Gangsta Rap. Wird sogar als dessen Pate verehrt. Leider trat er viel zu früh ab. AIDS war der Grund. Über den Infektionshergang wird noch heute gestritten. Sogar unter seinen sieben Kindern. Die er von sechs Frauen hatte.

Als Schüler dealte Eazy. Erzählte er. Mit der Kohle gründete er Ruthless Records. NWA entsprang daraus. Seine Kombo. Danach zerstritten, großes Dissen und Versöhnung am Sterbebett. Heute dreht er sich im Grab um. Beim Anblick dieser sich Rapper nennenden und Lambo fahrenden Nuschler.





Kürzlich habe ich mir einen Kindheitstraum erfüllt. Am Traunsee. In Gmunden. Schluss jetzt. Mehr verrate ich nicht. Kindheitstraumtechnisch wohlgemerkt. Durchaus aber zum Wochenende am Traunsee. Zu zweit und eine Auszeit, wie sie im Buche steht. Erholsam, wunderschön und einfach unbeschwert.

Viel zu schnell verging das Wochenende. Was bleibt, sind schöne Fotos, die ich euch hier übrigens vorenthalte, Ohrwürmer im Kopf und damit verbunden Erinnerungen an perfekte Momente. Musikalisch lass ich euch aber teilhaben. Me And My Girlfriend, Safari, Greyhound und Insane In The Brain heißen die Meisterstücke.

Bis zu diesem Beitrag ging ich auf melodische Erinnerungen so gut wie immer nur am Ende eines Jahres ein. Hier und heute ändert sich das nachhaltig. Zurückzuführen auf Ideenengpässe wird’s gelegentlich Monats- oder eben Urlaubsplaylists geben. Musik ist doch etwas Schönes.