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Stille Nacht, heilige Nacht. Alles schläft, einsam wacht. Nur das traute hochheilige Paar. Holder Knabe im lockigen Haar. Schlaf in himmlischer Ruh, schlaf in himmlischer Ruh. Und das ist das Stichwort. Ruhe. Himmlische Ruhe. Wieso?

Ganz verstehen kann ich es nicht. Adventszeit und Weihnachten, Zeit der Besinnung und Stille. Auf einmal werden alle so gut, friedlich, familiär und sogar romantisch. Als ob dafür nicht auch Zeit im restlichen Jahr wäre, muss für ein paar Tage gekünstelt werden.

Und das alle Jahre wieder. Genauso wie diese goldglänzenden Blogger- oder korrekt gesagt Werbeschlampen-Adventskalender, die Jahr für Jahr das Internet verseuchen. Nicht mit mir und getreu meiner Linie mal wieder ein etwas anderer Weihnachtsbeitrag.

Pünktlich am 24. darf ich euch in meiner ganz und gar nicht stillen Nacht willkommen heißen. Gangsta Rap steht am Programm und nachfolgend eine kleine Weihnachtsplaylist mit Snoop, Eminem und Eazy-E. Lustig bis obszön und nicht ganz jugendfrei. Frohe Weihnachten.



Nach zwei intensiven Arbeitstagen mit in Summe fast 20 Autobahnstunden und einer Riesenportion an Regen, Schnee und grauem Himmel kann ich scheinbar nicht genug bekommen. Erneut befinde ich mich auf der Autobahn. Diesmal heißt die Destination Graz und ich tauschte Firmenwagen gegen Bus. Das Dreckswetter verfolgt mich weiterhin.

Mit Snoop Dogg als Begleitung auf dem Weg zur Einweihungsparty meines besten Freundes. Eine feuchtfröhliche Nacht steht bevor und ich komme ganz gechillt an. Wir. Nach den Strapazen der letzten beiden Tage konnte ich ausschlafen und im Bus kann ich abschalten. Kein Verkehr, der mich als Fahrer zur Weißglut bringt. Und ich kann schreiben.

Eine Challenge gab es allerdings. Diese meisterten wir bravourös. Mich schnell mal über beide Sitze ausgebreitet und tiefschlafend gestellt. Snoop und ich hatten nämlich keinen Bock auf einen Sitznachbarn. Wer ansatzweise zwei Meter lang ist, versteht mich. Außerdem waren wir ja schon zu zweit und benötigten den Platz für unser Shooting.

Zurück in die Neunziger. Und zwar in deren Anfänge. Wir schreiben das Jahr 1991. Suge Night und ein gewisser Dr. Dre gründen ihr eigenes Plattenlabel: Death Row Records. Der Beginn einer Erfolgsgeschichte, die die Musikkultur des Rap über einige Jahre bedeutend prägen wird. Ein noch heute spürbarer Einfluss.

Das Label brachte eine Reihe großartiger Künstler raus: Tupac Shakur, Snoop Dogg oder Dr. Dre himself, um die wahrscheinlich berühmtesten Kinder aus dem Hause Death Row zu nennen. Erstes Produkt war The Chronic von Dr. Dre. Die mit Abstand erfolgreichste Platte stammt von Snoop: Doggystyle. Gefolgt von Tupacs Debütalbum All Eyez On Me. Kein Tupac-Album verkaufte sich öfter.

Dann kam 1996. Tupac verstarb. Dr. Dre verließ Death Row Records und machte sein eigenes Ding. Snoop widmete Tupac mit Tha Doggfather sein neues Album, kehrte Death Row dann ebenfalls seinen Rücken zu. 2001 wurde das Label umbenannt. Ein paar Jahre später folgte ein Konkursverfahren. So unrühmlich es auch zu Ende ging, wir widmen uns hier und jetzt mit einer kleinen Videoselektion den guten Zeiten:




Die musikalischen Ereignisse überschlugen sich in den letzten Wochen regelrecht. Meinen persönlichen Höhepunkt bin ich euch aber noch schuldig: Wir schreiben den 22. Juli 2015. Arena Wien. Es ist kurz vor 22 Uhr. Eine absolute Legende betritt rauchend die Bühne. Snoop Dogg. Und ich durfte es live miterleben. Für mich ging ein Traum in Erfüllung.

Dass Snoop live zu sehen kein einfaches Unterfangen ist, haben unsere Kollegen aus München drei Tage zuvor eindrucksvoll zu spüren bekommen. Eine volle Halle, aber kein Snoop. Er kam nicht. Dazu dann noch die Wiener Vorjahresgeschichte, als Snoop einen Gig im Praterdome kurzfristig absagte und ihr könnt euch so circa vorstellen, was in mir abging.

Das Zittern hat sich bekanntlich ausgezahlt. Snoop ließ sein Wiener Publikum diesmal nicht im Stich und lieferte eine ganz passable Show ab. Der Rapper holte sämtliche Klassiker raus, die Leute gingen ab und die Arena verwandelte sich für eine knappe Stunde zum größten Gras-Ofen auf unserem Planeten. Green Wien sozusagen. Danke Snoop.

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Vorgestern war wieder so ein Tag, den ich bei mir im Kalender schon länger rot angestrichen hatte. Snoop Dogg veröffentlichte sein neues Album. Bush heißt es und vervollständigt mit diesem Beitrag erstmals eine komplett musikalische Woche auf meinem Blog.

Produziert wurde Snoops mittlerweile dreizehntes Studioalbum von Pharrell Williams. Aufgrund früherer musikalischer Gemeinschaftsprojekte der beiden machte ich mir auch keine allzu großen Sorgen betreffend Bush. Und natürlich zurecht nicht, das nehm ich gleich vorweg.

Bush enthält zehn Tracks, womit Snoop Dogg jetzt zwar keinen neuen Längenrekord unter seinen Alben aufstellt, die Scheibe kann sich aber durchaus sehen lassen. Hören lassen. Mit dabei auch Stevie Wonder, Gwen Stefani, Kendrick Lamar, Rick Ross, T.I. und Charlie Wilson.

Snoops neuestes Meisterwerk enthält einen Mix aus Retro- und gleichzeitig futuristischem Funk, aufgehellt mit etwas R&B- und Pop-Vibe. Bush verbreitet verdammt gute Laune, macht irgendwie auch Appetit auf Sommer und eignet sich bestens für verkaterte Chill-Tage wie heute.


(pic: snoopdogg.com)

(pic: snoopdogg.com)