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Schlecht geraten, wenn ihr gedacht habt, meine Street Art Impressionen aus Kreuzberg wären das höchste der Gefühle hinsichtlich meiner Reiseberichterstattung aus der Deutschen Hauptstadt. Viel zu schön waren die vier Tage und viel zu viele Fotos habe ich geknipst, um nicht zumindest noch einen zweiten Artikel zu bringen.

Et voilà! Zu feiern gibt es neben einer weiteren erfolgreich gemeisterten Etappe bei der Unterdrückung meines innerlichen Kaufdrangs auch die Aufrechterhaltung meiner hundertprozentigen Berghain-Eintrittsquote. Keine neue Klamotten also. Und vor allem kein neuer Schuh. Aber Party. Bis ich auf einem Barhocker einpennte.

Ein Andenken wurde dennoch erworben oder besser gesagt gestochen. Unter die Haut. Für mich nicht nur ein Zeichen besonderer Momente und einer besonderen Reise, vielmehr der Beweis, den richtigen Menschen an seiner Seite zu haben. Jemand, mit dem man noch viele Kilometer fliegen und durch fremde Städte spazieren will.

Bei der Durchsicht der Fotos auf meiner Kamera, die ich am Wochenende in Berlin so knipste, springt mir vorzugsweise bunter Lack entgegen. Bunter Lack, klebend auf den Wänden und Türen Kreuzbergs. In Form von Schriftzügen, Mustern, Tags und Figuren aus der Dose.

Kreuzberg. Früher ein eigenständiger Bezirk im Berliner Herzen, seit 2001 Hälfte des zusammengelegten Bezirks Friedrichshain-Kreuzberg. Künstlerisch und kreativ. Heute zusätzlich leider hip und sehr begehrt. Zu begehrt. Und zum Leid jener, die Kreuzberg groß machten.

Über Graffiti lässt sich streiten. Schmierereien bis Sachbeschädigungen für die einen, Lifestyle bis Kunst für die anderen. Ich zähle zu den anderen. Und Berlin ist ein idealer Schauplatz. Eine riesige Outdoor-Vernissage, an der ich dieses lebendige Abgefuckte so liebe. Danke und bis bald.

Ausgangslage: Verschwendete Urlaubstage, an denen ich tagsüber vor Langeweile um die 1000 Tode gestorben bin. Als Draufgabe nicht vom Berufsalltag abschalten konnte. Eine Reportage über die kulinarischen Schätze aus Neapel, jener Stadt, wo die Pizza erfunden wurde. Das mir für eine Woche zur Verfügung stehende Auto meiner Eltern. Und Spontanität.

Folge: Ein 1200 Kilometer langer Road Trip nach Neapel. Ein tagelanger Erkundungskampf durch den zugemüllten Altstadt Dschungel, einem Weltkulturerbe. Temperaturen jenseits der 40 Grad. Freiheit. Totale Ablenkung. Und Momente kulinarischer Orgasmen im Rahmen meiner unzähligen Fressorgien in den neapolitanischen Straßen.

Erkenntnis: Keine Urlaubstage mehr zu Hause verschwenden. Gott ist 1,65 Meter groß und heißt Diego Maradona. Neapel hat tatsächlich ein (aber nicht stinkendes) Müllproblem. Ich mindestens drei Kilo mehr und ein Genussproblem: Ich war quasi im Himmel. Never ever werde ich außerhalb Neapels je wieder eine Pizza zu schätzen wissen.

Letztes Wochenende verbrachte ich wie vor einiger Zeit angekündigt in Amsterdam. Grund für den Trip: Sensation. Ein EDM Event in der Amsterdam Arena. Angetreten sind wir die Reise zu fünft, nach Hause gekommen sind wir ebenfalls zu fünft. Jeder hat das Wochenende somit überlebt. Soviel vorweggenommen.

Nein. Klingt alles viel dramatischer als es war. Nicht einmal Grünzeug wurde konsumiert. Weder in Tüten-, noch in Keksform. Letzteres hätte mich schon gereizt, nur am Freitag kam mir ein übermäßiger Biergenuss in den Weg, danach wäre ich vermutlich gestorben und Samstag wollte ich meine Konzertfähigkeit nicht auf das Spiel setzen. Sonntag war nur Heimreise.

Alles in allem ein lustiger Trip. Sensation war gut, Axwell Ingrosso, einen betrunkenen Hardwell und Tiesto als unangekündigten Special Guest erlebt. Nette Show und ausnahmsweise mal ganz in weiß. Auch die Stadt mit ihren Kanälen, schmalen, schiefen Häusern und Schaufenstern hat ihren Charme. Und gehaust haben wir in einer Jugendherberge. Wie einst auf Sommersportwoche.

Kürzlich habe ich mir einen Kindheitstraum erfüllt. Am Traunsee. In Gmunden. Schluss jetzt. Mehr verrate ich nicht. Kindheitstraumtechnisch wohlgemerkt. Durchaus aber zum Wochenende am Traunsee. Zu zweit und eine Auszeit, wie sie im Buche steht. Erholsam, wunderschön und einfach unbeschwert.

Viel zu schnell verging das Wochenende. Was bleibt, sind schöne Fotos, die ich euch hier übrigens vorenthalte, Ohrwürmer im Kopf und damit verbunden Erinnerungen an perfekte Momente. Musikalisch lass ich euch aber teilhaben. Me And My Girlfriend, Safari, Greyhound und Insane In The Brain heißen die Meisterstücke.

Bis zu diesem Beitrag ging ich auf melodische Erinnerungen so gut wie immer nur am Ende eines Jahres ein. Hier und heute ändert sich das nachhaltig. Zurückzuführen auf Ideenengpässe wird’s gelegentlich Monats- oder eben Urlaubsplaylists geben. Musik ist doch etwas Schönes.