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Stille Nacht, heilige Nacht. Alles schläft, einsam wacht. Nur das traute hochheilige Paar. Holder Knabe im lockigen Haar. Schlaf in himmlischer Ruh, schlaf in himmlischer Ruh. Und das ist das Stichwort. Ruhe. Himmlische Ruhe. Wieso?

Ganz verstehen kann ich es nicht. Adventszeit und Weihnachten, Zeit der Besinnung und Stille. Auf einmal werden alle so gut, friedlich, familiär und sogar romantisch. Als ob dafür nicht auch Zeit im restlichen Jahr wäre, muss für ein paar Tage gekünstelt werden.

Und das alle Jahre wieder. Genauso wie diese goldglänzenden Blogger- oder korrekt gesagt Werbeschlampen-Adventskalender, die Jahr für Jahr das Internet verseuchen. Nicht mit mir und getreu meiner Linie mal wieder ein etwas anderer Weihnachtsbeitrag.

Pünktlich am 24. darf ich euch in meiner ganz und gar nicht stillen Nacht willkommen heißen. Gangsta Rap steht am Programm und nachfolgend eine kleine Weihnachtsplaylist mit Snoop, Eminem und Eazy-E. Lustig bis obszön und nicht ganz jugendfrei. Frohe Weihnachten.



Firmenweihnachtsfeier. Eine jährlich wiederkehrende Skandalnacht, in der sich die Schamgrenze mit ansteigendem Alkoholpegel mehr und mehr in Luft auflöst. Ein Haufen bis zur Unkenntlichkeit aufgebrezelter Gestalten und der nahezu perfekte Anlass zum Fremdschämen. Wäre da bloß nicht das Problem der Undurchdrückbarkeit im nüchternen Zustand. Und schon ist man Mittäter.

Auch ich plane, Teil dieser peinlichen Menge zu sein. Kurzzeitig stand diese Entscheidung auf der Kippe. Heute. Vorfreude und Motivation komplett im Arsch. Ich spürte Enttäuschung und Wut. Über allem standen Unehrlichkeit und Unfairness mir gegenüber. Aber wisst ihr was? Ihr könnt mich mal! Die gratis Fresserei und Sauferei lasse ich mir nicht verderben.

Denn auch mein Outfit steht bereits. Ganz im Zeichen der Corporate Identity. Ein Schuhwerk in den Firmenfarben, zu denen ich nach wie vor stehe. Nicht aber zu jenem Part meiner werktäglichen Zeitgenossen, die sich womöglich auch über Turnschuhe auf einer Weihnachtsfeier ihre Mäuler zerreißen. Hinter meinem Rücken. Ein Sinnbild. Denn im Leben steh ich vor euch!

(pics: endclothing.com, hm.com)

Einige von euch haben es bestimmt mitbekommen, auf meinem Blog hat sich über die letzten drei bis vier Monate das System der Blockabfertigung eingeschlichen. Beiträge erscheinen aktuell nicht wie gewohnt im viertägigen Rhythmus. Vielmehr kehrt für zwei Wochen Flaute ein, ehe ein Block mit allen nachzuholenden Beiträgen folgt. Rückversehen mit dem ursprünglich vorgesehenen Datum. Datumsgefaked also.

Für die treuen und nebenbei ungeduldigen Leser unter euch mag das mitunter mühsam sein. Oft deuten längere Phasen des Stillstands auch auf die sinkende Motivation eines Bloggers und das nahende Ende dessen Webseite hin. Aber ich kann euch beruhigen. In Bälde herrscht hier wieder Normalbetrieb und meine Nachholarbeit stellt ja quasi den Beweis dafür dar, dass hier keine Blogabfertigung eintritt. Achtung Wortspiel.

Vor einiger Zeit hab ich es schon mal kurz anklingen lassen: Ich ziehe um. Wohnungswechsel zum Jahreswechsel sozusagen und nun wisst ihr den Grund für diese wiederkehrenden und bald endenden Flauten. Full-Time-Job, Wohnungssuche, Wohnung ausräumen, neue Wohnung planen, Umzug organisieren und der ganze Rest kosten eben doch auch Zeit. Und weil Weihnachten vor der Tür steht, gibt’s jetzt wiederholt Run-DMC.

Leute, was ist so hässlich, dass sogar euer Weihnachtsbaum an Heiligabend davor die Flucht ergreift? Bingo! Diese scheußlichen Pullis mit Weihnachts- und Wintermotiven drauf. Ob Hirsche, Rentiere, Schneeflocken, Tannenbäume oder irgendwelche Muster. Augenkrebs vorprogrammiert und an Geschmacklosigkeit nicht zu überbieten.

Und es geht doch! Forever Collectibles dürfte sich wohl genau dies zum Ziel gesetzt haben. Ergebnis: Der amerikanische Fan-Artikel-Hersteller brachte solche Pullis mit den Farben, Wortlauten und Logos diversester NBA- und NFL-Teams und deren größter Helden auf den Markt. So schlimm, dass die Dinger fast schon wieder als abgefahren durchgehen.

Eher könnte ich mich also mit der sportlichen anstatt der herkömmlichen Variante anfreunden. Aber wirklich nur eher. Falls ihr jemanden habt, den ihr euer mit Sicherheit letztes Geschenk machen wollt oder einfach keinen Bock auf Weihnachten habt, dann nutzt doch diese einmalige Gelegenheit. Denn wie gesagt: Der Weihnachtsbaum wird sich nicht zwei Mal bitten lassen. Und schneller war euer Wohnzimmer noch nie weihnachtsfrei.

(pics: taass.com)

(pics: taass.com)

Gleich vorweg: Dieser Beitrag ist etwas Besonderes. Was hinter dieser Ansage steckt? Verrate ich euch. Aber erst später. Ich muss ja nicht mit der Tür ins Haus fallen. Und ein bisschen Spannung schadet nie. Also, spielt das Spiel mit und lest den Text Wort für Wort weiter.

Jetzt zum eigentlichen Thema: Freitag sorgt heuer nämlich dafür, dass Weihnachten (oh Gott, ja, der Wahnsinn geht wieder los) weiß wird. Zumindest fast weiß. Wie sie das machen? Das Rezept ist ziemlich simpel, heißt Almost White Limited Edition und steht seit gestern in den Stores.

Die Kollektion beinhaltet drei Taschen, wobei die F720 Almost White Chuck in ganzen 999, die F721 Almost White Pete in 888 und die F722 Almost White Miami Vice in 777 Stück aus ziemlich weißen Lkw-Planen kommt. Sich auf Transitstrecken hineingefressene Abgase bringen zwar jede Waschanlage zur Verzweiflung, verleihen den Täschchen letztendlich aber ihren individuellen Touch.

Somit bin ich am Ende meines 300. Beitrags. Ihr Spielverderber wisst es ohnehin schon. Ich darf mir jetzt auf meine Schulter klopfen und ihr euch Taschenvideos ansehen.