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Heute steht wieder ein Update am Programm. Ein Update in Sachen Street Art. Nachfolgend dürft ihr wieder die neuesten Errungenschaften meiner Telefonkamera von den Straßen Wiens begutachten. Bunt durchgemischt und spontane Entdeckungen während meiner Spaziergänge oder Jogging Sessions.

Wien hat so einiges zu bieten. In naher Zukunft werde ich mir gezielt Locations vornehmen, wo es nur so an bunten Schätzen wimmelt. Den Donaukanal beispielsweise. Seit meiner letzten Fototour wurde so ziemlich alles übermalt. Oder den Wien Fluss stadtauswärts Richtung Westen. Ebenfalls eine kleine Goldgrube. Um nur zwei Beispiele genannt zu haben.

Seit Berlin bin ich eher spazierfaul. Aber das sollte schleunigst geändert werden, um die soeben groß angekündigten Vorhaben auch zeitgemäß in die Tat umzusetzen. Außerdem soll es gesund sein, wenn man viel Zeit draußen in der Kälte verbringt. Sagt man. Ich werde es mir zu Herzen nehmen. Und Kamera und Liebling zu Händen.

Bald ist es ein halbes Jahr her. Mein Rückzug aus Instagram. Ein Schritt, der damals bitter notwendig und längst überfällig war. Eine oberflächliche Pseudogesellschaft, die sich selbst so sehr verarscht wie ihre Fanboys und Fangirls.

Durchaus hat(te) Instagram auch seine Daseinsberechtigung. Fotos teilte ich gerne. Niemals von meinem Gesicht. Ich bin nicht wie die. Hingegen postete ich Street Art. Beispielsweise. Direkt von den Wänden Wiens. Und ganz ohne Fake.

Das nicht zu vermeidende Ende meiner Instagram Ära hinderte mich aber in keiner Weise daran, weiterhin Bilder zu schießen und Kunstwerke der Straßen festzuhalten. Und zu teilen. Denn auch dazu benötige ich kein verlogenes Netzwerk.

Ich habe mein eigenes Portal. Da, wo ich im Viertagesrhythmus Beiträge für euch schreibe und da, wo ich ich bin und mich für niemanden und kein Geld der Welt verbiege. Und genau da werde ich nun regelmäßig meine visuellen Impressionen veröffentlichen.

Street Art. Yeah. Endlich wieder Street Art. Von Mittwoch bis Samstag fand das Calle Libre 2017 statt. Zum bereits vierten Mal fungierte das jährliche Kulturprojekt als Interface zwischen Kunst, öffentlichem Raum und Partizipation. Letzteres galt nicht nur für Künstler aus aller Welt, es galt auch für uns.

Urban Divinity lautete der heurige Titel, das Programm des größten Street Art Festivals unseres Landes beinhaltete die gewohnten Wandgestaltungen inklusive Live Paintings, Workshops, Führungen, eine Filmvorführung und last but not least auch Party.

Meinen Beitrag an Partizipation lieferte ich in Form eines sonntäglichen Spaziergangs mit meiner Lady, um Resultate der zu diesem Zeitpunkt nicht mehr liven Live Paintings zu begutachten. Aber besser spät als nie. Unsere Tour startete im siebten Bezirk am Emil-Maurer-Platz, ging zum Achten und durch den Sechsten, um schließlich an der Schönbrunner Straße zu landen.

Heute lud Heineken zum Afterwork ein. Das Wetter war herrlich, die Location hieß Kleinod Sonnendeck. Sagte mir bis dato nichts. Ich hatte nur eine Vermutung anhand der Adresse. Petersplatz 7. Letzten Sommer fragte ich mich spazierend am Graben, von welchem Gebäudedach hier Beats kommen. Nun weiß ich Bescheid.

Und auch darüber, dass mich diese ziemlich nette Location nie wieder sehen wird. Zurückzuführen auf den Kulturschock, den ich dem ansässigen Snobtum zu verdanken habe. Ein dort Champagner trinkendes und Austern fressendes Volk, dessen Nasenspitzen über den Dächern Wiens sogar den 136 Meter hohen Stephansdom überragen.

Zum anderen hat es Heineken scheinbar notwendig, gratis Bier für geladene Gäste mit Wasser zu strecken. Lass ich mal so dahingestellt, denn in erster Linie hoffe ich, dass die Schickeria des ersten Bezirkes nie wieder nach einem Feuerzug gefragt wird. Sodass ihr Weltbild und die dabei verzogenen Silikonlippen schnell wieder zurechtgerückt werden.

Zum einen liest und hört man, es sei aufgrund der Herkunft des Fleisches. Zum anderen liest und hört man, es sei wegen des Mix an Saucen. Oder weil der Chef dort gelernt hat. Die Rede ist von Berlin. Eigentlich Wien. Berliner Döner in Wien. Siebter Bezirk.

Dort, wo die Zieglergasse mit der Westbahnstraße kreuzt. Dort, wo der 49er seine Station Zieglergasse hat. Dort, wo eine Kirche steht. Am Schottenfeld. Wo alle Brüder sind und ich nach fünf Gehminuten den (vorweggenommen) besten Döner unserer Stadt genießen kann.

Knuspriges, selbst gebackenes Brot. Gefüllt mit Weißkraut, Rotkraut, Zwiebel, Hühner-, Lammfleisch oder beidem. Joghurtsauce, scharfe Sauce und Spezialsauce. Auf die Tomaten-Gurken-Kombi muss ich verzichten. Ich leide an Gurkengrausen.

Ebenfalls Minuspunkt sind die fettigen Pommes. Hat jetzt aber nix mit Döner zu tun. Und dieser ist mit Abstand das Beste, was mir aus seiner Gattung bis dato zwischen die Zähne gekommen ist. Trotz meines gurkenverschuldeten Tomatenverzichts.